Shopfloor Management

Großer Qualitätssprung durch Shopfloor Management

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

So hat Recaro die Möglichkeit, die Probleme, die in der Produktion auftauchen, auf direktem Weg im persönlichen Gespräch mit der Führungsmannschaft zu ergründen – und gemeinsam Lösungen zu finden. Gut ist auch, dass die Frühbesprechung kurz und knackig am Stehtisch erfolgt: Morgens in einem Besprechungszimmer bei Kaffee in bequemen Stühlen zusammenzusitzen, förderte nicht gerade die Produktivität von Besprechungen.

Top-Probleme werden mit Hilfe der anderen Abteilungen gelöst

Der Problemlösung wird im Zuge des Shopfloor Managements besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Aus der Frühbesprechung heraus definiert der Montageleiter gemeinsam mit dem Leiter der Qualitätssicherung in der Montage die Top-X-Probleme der Woche. Diese werden dann auf ein gesondertes Blatt am Shopfloor Board übertragen.

Den täglichen Qualitätszirkel von 10.00 bis 10.15 Uhr vor dem Shopfloor Board moderiert der Leiter der Qualitätssicherung. Darin berichten seine Mitareiter gemeinsam mit den Linienverantwortlichen aus der Produktion zu allen aufgetretenen Problemen, den ergriffenen Maßnahmen und dem Status des Lösungsprozesses. Die Top-X sind dabei negative Highlights der Woche (Bild 3). Das sind die Punkte, bei denen die Montage die Unterstützung der anderen Bereiche braucht.

Gemeinsame Problemlösung motiviert Mitarbeiter

Im Problemlösungsprozess sind dann auch verschiedene Abteilungen zuständig. Zunächst kümmert sich beispielsweise der Bereich Qualitätssicherung um das Problem und gleichzeitig oder anschließend ist das Engineering gefragt.

Einmal pro Woche nehmen daher alle Bereichsleiter und die Geschäftsführung am Qualitätszirkel teil. Anschließend informiert der Montageleiter im so genannten Qualitätsregelkreis, der ohne Bandführer, Meister und Qualitätsmitarbeiter stattfindet, explizit zu seinen Top-X-Problemen. Hier sitzen – beziehungsweise stehen – dann wieder alle Parteien an einem Tisch und berichten über ihre jeweiligen Fortschritte.

Alle Probleme werden hier noch einmal gesondert am Shopfloor Board festgehalten, inklusive des Status und der Fortschritte. Die psychologische Wirkung ist enorm: Die Mitarbeiter in der Produktion sehen, dass sie nicht allein gelassen werden und sich die Führungskräfte genauso einsetzen wie sie selbst. Möchte einer der Bereichsleiter die Informationen zudem mit in seine interne Besprechung nehmen, kann er das Blatt einfach kurz vom Board nehmen und kopieren.

Mitarbeiter und Führungskräfte müssen beim Shopfloor Management zusammenarbeiten

Um die nötige Unternehmenskultur, die das Shopfloor Management fordert, aufzubauen, müssen Management und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Die Führungsmannschaft hat dabei die Aufgabe, mit gutem Beispiel voranzugehen, Mauern zwischen den Bereichen einzureißen und Hand in Hand zu arbeiten.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:27863030)