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Flexible Produktion wertvoller Energieträger aus diversen Reststoffen

Grüne Kraftstoffe aus biogenen Abfällen

| Redakteur: Frauke Finus

Dr. Stefan Müller von der TU Wien erklärt die Vorzüge einer flexiblen Produktion wertvoller Energieträger aus Abfall.
Dr. Stefan Müller von der TU Wien erklärt die Vorzüge einer flexiblen Produktion wertvoller Energieträger aus Abfall. (Bild: Finus/VCG)

Die TU Wien zeigt am Stand, wie verschiedene biogene und industrielle Reststoffe zu Treibstoffen, Elektrizität oder Wärme umgewandelt werden können.

Für die Umsetzung des Pariser Abkommens zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Erreichung der UN-Klimaziele sind zwei Schritte zwingend nötig: Die CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern müssen alle 10 Jahre um 50 % reduziert werden und die CO2-freie Energieversorgung muss alle 5 Jahre um 100 % steigern. Dies macht den raschen Einsatz von Energieträgern mit hoher Energiedichte aus regenerativen, biogenen Reststoffen oder Abfällen dringend notwendig. Die TU Wien forscht in diesem Bereich. Die dort ansässige Forschungsgruppe „Future Energy Technology“ hat sich zum Ziel gesetzt, effiziente Technologien der thermischen Vergasung zur Herstellung von synthetischen Treibstoffen zu entwickeln und gemeinsam mit Anlagenbetreibern umzusetzen.

Dr. Stefan Müller, Senior Researcher Vergasung & Gasreinigung an der TU Wien, erklärt im exklusiven Gespräch mit MM Daily: „Ziel ist es, dass wir sehr flexibel aus unterschiedlichsten biogenen Reststoffen eine breite Palette von grünen Treibstoffen herstellen können.“ Er fährt fort: „Wir haben eine neue Technologie entwickelt, die Verbrennung und Vergasung – die normalerweise beide gleichzeitig ineinander verschränkt ablaufen – auf zwei räumlich getrennte Reaktoren aufteilt. Damit können Einsatzstoffe thermisch höchst effizient in ein hochwertiges Synthesegas umgewandelt werden.“ Das Bettmaterial, das zwischen den beiden Reaktoren zirkuliert, sorge dabei für bestmögliche Reaktionsabläufe sowie die gewünschte Wärmezufuhr in den Vergasungsprozess. Peter Heimerl vom Forschungsmarketing der TU Wien ergänzt: „Neben den gängigen und häufig benötigten Energieträgern Strom und Wärme, ist auch die Erzeugung hochwertiger Treibstoffe möglich, wie Wasserstoff, synthetisches Erdgas, bis hin zu grünen Formen von Diesel, Kerosin und Benzin.“

TU Wien auf der Hannover Messe: Halle 3, Stand H20

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