Aktuelles / Betriebsanleitungen Gute technische Dokumentation macht sich bezahlt

Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Ulrike Gloger

Hohe Folgekosten bei der Schadens- oder Fehlerbeseitigung können Unternehmen noch teurer zu stehen kommen als eine vermeintlich aufwändige technische Dokumentation. Eine wasserdichte Betriebsanleitung gilt es jedoch unmittelbar in die Produktentwicklung zu integrieren.

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Der Zeitabstand, in denen Unternehmen aus der Industrie neue Marketingbroschüren, Handbücher, Internetauftritte und interne Schulungsunterlagen aktualisieren und lokalisieren, hat sich deutlich verringert. „Unternehmen, die ihre Produkte und Produktinformationen schnell auf neue Märkte übertragen können, haben einen erheblichen Vorteil“, sagt Sven Christian Andrä, Vorstand beim Dokumentationsspezialisten Andrä AG.

DIN-Zertifizierungen verursachen hohe Kosten

Andererseits türmt sich bei großen Anlagen inklusive der Steuerungssysteme somit rasch ein mindestens fünfstelliger Kostenberg für eine DIN-zertifizierte Übersetzung auf. Oftmals sind Betriebe bei der technischen Dokumentation ohnehin überfordert.

Schulungsunterlagen für den weltweiten Einsatz in unterschiedlichen Formaten sind intern kaum mehr realisierbar, weil keine einzelne Abteilung das EDV-Wissen und gleichzeitig die Sprachkompetenz beim Übersetzen vorhalten kann. „Hier ist ein zertifizierter Anbieter notwendig, der eine Projekt- und Übersetzungsabteilung hat“, sagt Werner Lierz, Geschäftsführer von Kocarek Übersetzungen e. K.

Die Anforderungen an externe Partner sind in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Insbesondere international agierende Unternehmen überprüfen potenzielle Dienstleister danach, ob diese mit einer DIN EN 1503-Zertifizierung für Übersetzungsdienstleistungen ausgestattet sind.

Maschinenrichtlinie erfordert Anleitungen in der Landessprache des Kunden

Doch nicht überall herrscht Ordnung. Bei sehr kleinen Unternehmen könne es sogar sein, dass die Dokumente nicht digital, sondern etwa in Form eines Faxformulares existieren. „Überwiegend wird in Word oder ähnlichem gearbeitet“, beschreibt Werner Lietz. Da zudem mit Blick auf die von der Europäischen Union vorgegebene EG-Maschinenrichtlinie die Sicherheits- und Bedienungsanleitungen in der jeweiligen Landessprache zu liefern sind, kommt auf die Unternehmen ein erheblicher Aufwand zu.

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