Energiemanagement

Härterei gewinnt mit Gaszählern präzise Analysedaten

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Zentrale Dokumentation und Auswertung aller Messdaten

Seine besonderen Vorteile spielt der Total-Meter aber vor allem in der Vernetzung mit einem Softwarepaket aus: Über einen skalierbaren Ausgang von 4 bis 20 mA zur Fernüberwachung sowie über eine Schnittstelle mit Modbus-RTU-Protokoll lassen sich die Messdaten an einen Rechner übertragen, wo sie dokumentiert und historisiert werden. Dadurch muss nicht mehr zu festen Zeiten abgelesen werden, stattdessen kann aus den gespeicherten Werten der Verbrauch über jeden beliebigen Zeitraum abgefragt werden.

Alle Zähler lassen sich so separat, aber zentral erfassen und kontrollieren. Selbst die direkte Übertragung an andere Standorte, wie eine entfernte Firmenzentrale, oder in andere Programme, wie ein Energiemanagementsystem, ist damit möglich. In der Software können daneben auch individuelle Gaspreise hinterlegt werden, wodurch mit dem Verbrauch gleichzeitig die Kosten errechnet werden.

Zukunftsfähige Investition dank modularer Ausbaustufen

Darüber hinaus kann der Zähler durch den Einbau eines zusätzlichen Sensors dahingehend erweitert werden, dass er zusammen mit dem Gas- auch den Stromverbrauch einer Ofenanlage erfasst. Über die Eintragung des Strompreises per kWh im Softwaresystem lassen sich dann auch diese Kosten sofort berechnen und analysieren. Dadurch erhält der Betreiber eine Gesamtübersicht über alle Energieverbräuche der einzelnen Öfen.

In den Hanomag-Lohnhärtereibetrieben wird derzeit noch der Wochenverbrauch an Gas am Gerät abgelesen und im Rahmen des Energiemanagements in einem Report verarbeitet sowie ausgewertet. „Bei Verbesserungsprojekten oder zur Analyse des Verbrauchs bei bestimmten Betriebszuständen kann auch stündlich gemessen werden“, berichtet Dipl.-Ing. Baum. Die Vernetzungsoption wird in der Unternehmensgruppe noch nicht genutzt.

Allerdings ist am Standort Berlin zu Demonstrationszwecken an einem Zähler ein Laptop angeschlossen, der die übertragenen Daten in der Spezialsoftware festhält. „Eine zentrale Protokollierung ist zwar momentan noch nicht angedacht, könnte aber zu einem späteren Zeitpunkt interessant werden“, so der Verantwortliche für Anlagentechnik und Planung. „Unter anderem, um uns diese Möglichkeit offen zu halten, haben wir uns für diesen Zähler-Typ entschieden.“

(ID:39628250)