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Composites-Bearbeitung

Hersteller von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen stellen sich den Herausforderungen

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Vor allem CVD-Diamant als Schneidstoff spiele dabei eine wichtige Rolle. Er lasse sich nicht nur zum Drehen, sondern auch zum Fräsen von Aluminiumlegierungen, Graphit und mit abrasiven Füllmaterialien verstärkten Kunststoffen einsetzen. Pressesprecher Christian Thiele meint: „Durch die Kombination der hohen Standzeiten der Diamantwerkzeuge mit der neuen Horn-Spanleitgeometrie auf den CVD-Diamantschneiden, lassen sich die Produktivität um bis zu 35 % steigern und die Bearbeitungskosten um bis zu 80 % senken.“

Schneidplatten ermöglichen höhere Standzeiten bei der Composites-Zerspanung

Außerdem habe Horn verschiedene Schneidplatten mit Wiper-Geometrie für die Hochleistungszerspanung beim Innen- und Außendrehen entwickelt. Mit solchen Werkzeugen auf CVD-Basis seien deutlich höhere Standmengen möglich. Thiele sagt: „Bei einem Verbundwerkstoff aus PEEK (Polyetheretherketon) mit bis zu 50 % Kohlefaseranteil konnten wir bei einem Kunden im Vergleich zu PKD-Werkzeugen die Standmenge um das Dreifache erhöhen.“

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Nicht nur die Werkzeughersteller sind gefordert, wenn es um die Bearbeitung faserverstärkter Verbundwerkstoffe geht, auch die Werkzeugmaschinenhersteller müssen sich einiges einfallen lassen, wie die AMB-Veranstalter berichtet. Der italienische Hersteller Jobs S.P.A, Piacenza, verfüge über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit solchen Maschinen. Die Reihe Speeder sei eine Familie von Fräszentren mit beweglichem Portal und speziell für die Composite-Bearbeitungen in der Luftfahrt- und Automobilindustrie konzipiert. Antonio Dordoni, Vizepräsident Verkauf, Marketing und Service: „Die Speeder-Familie besteht aus zwei Grundversionen ähnlicher Struktur, aber unterschiedlichen Leistungen bis 22 kW und Geschwindigkeiten bis 60 m/min. Diese können an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasst werden.“

Spezielle Hochportalanlagen für die Composites-Bearbeitung

Besonders sei es den Entwicklern auf niedrige Betriebskosten und einfache Wartung angekommen. „Wir haben außerdem technische Lösungen gesucht, die dem Ecodesign und der Umweltfreundlichkeit der „Green Vision“ von Jobs entsprechen.“ Die Hochportalanlagen eigneten sich für mittelgroße und große Dimensionen. Sie verfügten über eine hohe Dynamik und hohe Betriebsvolumina. Wichtig bei der Bearbeitung faserverstärkter Werkstoffe: Ein leistungsfähiges Absaugungssystem und eine geschlossene Kabine, die dem Bediener trotzdem eine gute Zugänglichkeit und Sicherheit garantiere. Zu sehen seien die Speeder-Anlagen in Halle 5 am Stand 5A11.

Ebenfalls auf die speziellen Anforderungen der Bearbeitung von Verbundwerkstoffen habe sich das Schweizer Unternehmen Otto Suhner mit Deutschland-Niederlassung in Bad Säckingen eingestellt. Zunehmend würden diese im Automobilbau für Autodächer, Karosserieteile, Innenverkleidungen, Schalter und Bedienelemente eingesetzt, sagt Dieter Herzog, Leiter des Fachbereichs Automation. Und im Flugzeugbau werde das früher „fast ausschließlich eingesetzte Aluminium durch Stacks, Mehrschichtmaterialien unterschiedlichster Werkstoffe, ersetzt“.

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