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Composites-Bearbeitung Hersteller von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen stellen sich den Herausforderungen

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Die rationelle Bearbeitung von Verbundwerkstoffen und Werkstoffverbünden ist aktuell eines der zentralen Themen der Fertigungstechnik. Deshalb macht die Messe Stuttgart dies auch zu einem Top-Thema auf der kommenden AMB vom 16. bis 20. September 2014.

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„Der Transfer von der Metallzerspanung zur Zerspanung von Verbünden, CFK oder Sandwiches ist nur mit besonderen Maßnahmen möglich“, sagt Dr.-Ing. Marco Schneider, Abteilungsleiter Leichtbautechnologien am Fraunhofer-IPA.
„Der Transfer von der Metallzerspanung zur Zerspanung von Verbünden, CFK oder Sandwiches ist nur mit besonderen Maßnahmen möglich“, sagt Dr.-Ing. Marco Schneider, Abteilungsleiter Leichtbautechnologien am Fraunhofer-IPA.
(Bild: Fraunhofer IPA)

Unter dem Stichwort „Kompetenz Verbundstoffe“ zeigen Aussteller ihre Fähigkeiten in diesem Bereich, wie der AMB-Veranstalter mitteilt. Messebesucher würden diese Aussteller dank eines entsprechenden Logos an den Messeständen und besonderer Hinweise im Messeführer sehr schnell finden. Informieren könnten sie sich außerdem ihm Rahmen der Veranstaltungsreihe des Unternehmerfrühstücks „Einführung Verbundwerkstoffe und Präzisionswerkzeuge“ der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die sich mit mehreren Fachvorträgen ebenfalls dem Thema widme.

Composites-Bearbeitung erfordert neue Maschinen, Werkzeuge und Peripherie

„Die Zunahme an Verbundwerkstoffen in der Produktion und speziell der Serienproduktion weckt den Bedarf an Technologien, Maschinen und Werkzeugen“, gibt Dr.-Ing. Marco Schneider, Abteilungsleiter Leichtbautechnologien am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart, die Richtung vor. Trotz endkonturnaher Herstellung vieler Bauteile aus Verbünden sei meist eine spanende Bearbeitung notwendig. „Der Transfer von der Metallzerspanung zur Zerspanung von Verbünden, CFK (carbonfaserverstärkte Kunststoffe) oder Sandwiches ist nur mit besonderen Maßnahmen möglich. Dies beginnt bei der Werkzeugmaschine, der Spanntechnik, dem Kühl- und Schmierkonzept, geht über die Werkzeuge, die Absaugung bis hin zur Qualitätskontrolle.“

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Die große Bandbreite an Verbundwerkstoffen stelle zudem sehr individuelle Anforderungen an Werkzeuge, Maschinen und Prozessparameter. In seinem Vortrag im Rahmen des Unternehmerfrühstücks, am 18. September um 9.30 Uhr in der „Regio Lounge“ im Eingang Ost, will er die Anforderungen an „Präzisionswerkzeuge für die spanende Bearbeitung von Verbundwerkstoffen“ benennen.

Unternehmen müssen für Verbundwerkstoffeinsatz neu denken

Enorme Möglichkeiten sieht Dr. Schneider durch Leichtbauwerkstoffe, die über die bekannten Einsatzbereiche Flugzeug und Automobil hinaus in vielen anderen Branchen entstünden, wie es in der Mitteilung der AMB heißt. Zwei Hemmnisse verhinderten noch den Durchbruch, zum einen das notwendige neue Denken in Verbundwerkstoffen, beziehungsweise faserbasierten Werkstoffen, zum anderen die benötigten alternativen Herstell- und Bearbeitungsverfahren.

„In den Unternehmen muss das notwendige Wissen und die maschinelle Ausstattung geschaffen werden, was entsprechende Investitionen voraussetzt“, sagt Schneider. Er warnt jedoch vor dem „Irrweg“ einer reinen Materialsubstitution nach dem Motto: „Statt Stahlblech nehmen wir mal Carbon.“ Richtig eingesetzt könnten Verbundwerkstoffe jedoch „als Keimzelle wirken, um in diesen neuen Werkstoffen und den Möglichkeiten zu denken, die neuen Herstellmethoden für andere Produkte anzuwenden und so Produkt- und Produktionsinnovation voranzutreiben.“

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