Suchen

Composites-Bearbeitung

Hersteller von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen stellen sich den Herausforderungen

Seite: 5/5

Firmen zum Thema

Geschichtete Materialien stellen hohe Ansprüche an die Zerspanungswerkzeuge

Gerade diese geschichteten Materialien stellten bei der Zerspanung hohe Ansprüche an die Bohr- und Fräswerkzeuge und an die Bearbeitungsmaschine. Herzog: „Um optimale Bearbeitungsergebnisse zu erzielen, müssen sehr unterschiedliche Schnittparameter verwendet werden. Der Wechsel sollte idealerweise automatisch erfolgen, die Spindeldrehzahl und der Vorschub müssen also bei jedem Übergang in das nächste Material unabhängig voneinander angepasst werden können.“

Suhner entwickelte deshalb speziell für die Flugzeugindustrie handbetriebene zweiachsige CNC-Nietbohrmaschinen, die diese Voraussetzungen erfüllen, wie die AMB berichtet. Ganz neu seien stationäre Bohreinrichtungen, die sich derzeit in der Testphase befänden. Ähnliche Anforderungen fänden sich in der Automobilindustrie mit aus CFK hergestellten Automobilkomponenten. Herzog: „Genau für diese Vorgaben bietet Suhner entsprechende Bearbeitungseinheiten an, die bei großen, sperrigen Werkstücken eingesetzt werden, da sie gleichzeitig aus unterschiedlichen Richtungen arbeiten können.“ Als Beispiel führt Herzog eine Sondermaschine an, die mit 33 Spindeln zeitgleich in weniger als 2,5 s 33 Bohroperationen ausführen könne. Otto Suhner zeige seine Produkte für die Bearbeitung solcher Werkstoffe in Halle 3, Stand 3C76.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 132 Bildern

Einsatz von Composites in Werkzeugmaschinen auch ein Thema auf der AMB 2014

Weniger auf die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen als vielmehr auf deren Einsatz in Werkzeugmaschinen habe sich die Xperion Components GmbH & Co. KG in Laudenbach spezialisiert. Sie zeige auf ihrem Stand E2-206 im Eingangsbereich Ost, Komponenten aus CFK, die hohen Beschleunigungen ausgesetzt sind. „Geringes Gewicht und die einstellbare, bei Bedarf sehr hohe spezifische Steifigkeit, gepaart mit einer niedrigen, ebenfalls definierbaren Wärmeausdehnung, sind die wertvollen Werkstoffeigenschaften, die CFK gegenüber Stahl bietet und die in signifikante Mehrwerte für den Anwender umgesetzt werden können“, wirbt Geschäftsführer Thomas Henß.

So erlaube der X-Girder, ein rechteckiger CFK-Träger mit montierten Führungsschienen in thermostabiler Ausführung, gegenüber Stahl eine 20-prozentige Geschwindigkeitssteigerung ohne Qualitätsverlust. Das Problem dabei: CFK sei nahezu thermostabil, Stahl dehne sich unter Wärmeeinwirkung aus. Eine starre Verbindung würde bei schwankenden Einsatztemperaturen zu Verwerfungen führen und damit die Wiederholgenauigkeit gefährden. Henß: „Mit einer patentierten Befestigungslösung ist es uns gelungen, eine axiale Ausdehnung der Führungsschiene zuzulassen und damit alle Bedenken hinsichtlich Wiederholgenauigkeit zu verwerfen.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42851078)