Portalfräsmaschinen

Hersteller von XXL-Maschinen setzen auf vielseitige Konzepte

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Schiess bietet Maßkonfektion bei CNC-gesteuerten Portalfräs- und Drehzentren

Bei der Traditionsbaureihe Vertimaster hingegen setzt Schiess weiterhin auf Maßkonfektion. Kein Wunder, gehören die CNC-gesteuerten Portalfräs- und Drehzentren nach Unternehmensangaben zu den größten Werkzeugmaschinen der Welt. Bei Bedarf können deren Planscheiben mittels Zentrierstern auf bis zu 18 m erweitert werden. Die Giganten werden zur Fertigung von Laufrädern für Wasserturbinen, Gehäusen von Gas- und Dampfturbinen sowie Druckbehältern, Wärmetauschern und Reaktoren für die chemische Prozessindustrie eingesetzt und jeweils individuell konfiguriert. „Vertimaster-Anlagen entwickeln wir explizit ausgerichtet auf die geforderte Bearbeitungslösung. Geometrie und Leistung jeder Maschine werden auf die Fertigungsaufgaben des Kunden zugeschnitten“, erklärt Springstein. Dabei seien beliebige Kombinationen aus Drehen, Bohren und Fräsen bis hin zum Schleifen und Ausbohren möglich. Auf der EMO wird Schiess Neuentwicklungen und Modifizierungen im Bereich der Fräsköpfe und Werkzeugzuführungen präsentieren. Zudem steigt der Bedienkomfort. So lassen sich künftig am Eingabeterminal sämtliche relevanten Informationen über ein Ampelsystem und andere optische Signale auf einen Blick erfassen.

Vorgespannte Kugelumlaufspindeln erhöhen die Steifigkeit der Maschine

Ebenfalls für die Großteilebearbeitung konzipiert ist die auf Langlebigkeit und hohe Genauigkeit ausgelegte Profimill-Baureihe von Waldrich Siegen. Die Maschinen werden kundenspezifisch mit Durchgangsbreiten zwischen 4 und über 13 m gebaut. Sie bestehen aus hochwertigen Gusskomponenten, sind hydrostatisch gelagert und verfügen über Motorleistungen bis 150 kW sowie Drehmomente bis 16.000 Nm.

Dass eine derart hohe Leistungsübertragung überhaupt möglich ist, liegt nach Angaben von Andreas Bongardt, Vertriebsleiter bei der Waldrich Siegen Werkzeugmaschinen GmbH, am sogenannten Master-Head-Konzept. Dabei bilde die vertikale Spindeleinheit eine völlig separate Kopfeinheit, die beim Aggregatwechsel komplett in den Wechsler eingetauscht werde.

Weil die Hauptlager der vertikalen Spindeleinheit nicht fest im Schieber eingebaut sind, sind bei diesen keine bauraumbedingten Kompromisse erforderlich. Sie können stets dem vollen Leistungsumfang entsprechend dimensioniert werden. Querbalken und Schieber sind als NC-Achsen ausgeführt und können synchron verfahren. Um die Steifigkeit des Systems zu optimieren, wurden die Kugelumlaufspindeln für die Z- und die W-Achse vorgespannt und mit einem zusätzlichen axialen Lager versehen, wodurch die Steifigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Spindelaufhängungen deutlich steigt. In Verbindung mit einem direkten Wegmesssystem erreicht die Profimill-Baureihe eine hohe Genauigkeit, heißt es weiter. Über einen Invarstab im Schieber ließen sich zudem temperaturbedingte Längenänderungen der Z-Achse kompensieren. Die Vollhydrostatik in allen Achsen gewährleiste selbst bei hohen Fräsleistungen über Jahrzehnte hinweg Verschleißfreiheit.

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