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Schleifen unter einem Dach

Hochkonzentrierte Kompetenzpräsentation

| Redakteur: Carmen Kural

Ein multifunktionales Bearbeitungszentrum vereint Schleifen, Bohren und Fräsen mit einer Option für das additive Laserauftragschweißen.

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Blick in das Innere des Bearbeitungszentrums – die geballte Technologie erspart Maschinenkosten und Umrüstzeiten.
Blick in das Innere des Bearbeitungszentrums – die geballte Technologie erspart Maschinenkosten und Umrüstzeiten.
( Bild: PSS Precision Surfacing Solutions )

Die unter der Dachmarke Precision Surfacing Solutions (PSS) versammelten Unternehmen treten auf der diesjährigen EMO Hannover gemeinsam auf. Sie vereinen die Marken Lapmaster, Peter Wolters, Elb, ABA, Reform, Kehren, Micron, Barnes und betrachten es als wesentlichen Vorteil dieser hochkonzentrierten Kompetenzpräsentation, dass komplette Bearbeitungslösungen vom Feinschneiden über das Schleifen in sämtlichen Facetten bis zum Entgraten aus einer Hand angeboten werden können.

Als Highlight der Messepräsentation wird das neue multifunktionale Bearbeitungszentrum Millgrind BL10 von Elbschliff hervorgehoben. Es vereint fünf verschiedene Verfahren in einem Bearbeitungszentrum: Schleifen, Bohren und Fräsen in nur einer Aufspannung, Tiefschleifen sowie optional das additive Verfahren des Laserauftragschweißens. Diese geballte Technologie spart nicht nur Maschinenkosten, sondern auch wertvolle Wechsel- und Umrüstzeiten.

Die PSS-Gruppe ist geprägt durch viele Jahrzehnte Erfahrung bei der Entwicklung von kosteneffektiven Verarbeitungslösungen für nahezu jede Anwendung. Den Anfang in diesem Firmenverbund machten die Unternehmen Lapmaster und Peter Wolters, die sich 2014 zur Lapmaster-Wolters-Gruppe zusammenschlossen.

Anfang 2017 kamen die Marken Elb-Schliff und ABA Grinding hinzu, 2018 Reform Grinding Technology und mit dem Beginn des laufenden Jahres 2019 noch Kehren und der Wafer-Geschäftsbereich von Meyer Burger.

,,Die PSS-Gruppe hat nun weltweit über 1000 Mitarbeiter an zehn Produktionsstandorten auf drei Kontinenten, die technische Lösungen für eine breite Palette von Anwendungen bieten", sagt Matthias Mantel, CEO der PSS-Gruppe in Deutschland.

Anwendungsmöglichkeiten für das Bearbeitungszentrum Millgrind werden in erster Linie in der Luftfahrt- und Zulieferindustrie gesehen, in der sich ein Trend zur Komplettbearbeitung insbesondere für Turbinenkomponenten abzeichnet. Dabei erfordern Schaufelblätter oder Rotor- und Turbinenschaufeln außer der primären Bearbeitung durch Schleifen häufig auch Fräs- oder Bohrvorgänge. ,,Die Vorteile des Millgrind-Konzepts kommen für diese Teiletypen voll zum Tragen", sagt Mantel.

Die Maschine ist mit einer leistungsstarken Spindel ausgestattet, die Fräs- und Bohrbearbeitungen bis 10.000 min-1 durchführt. Der Überkopf-Abrichter wurde speziell für das hochproduktive Tiefschleifen entwickelt und bietet laut Elb-Schliff einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bearbeitungszentren.

Der Werkzeugwechsler ermöglicht den gleichzeitigen Wechsel von Abrichtrolle und Schleifscheibe - das spart Rüstzeit. Das Magazin bietet Platz für 60 Werkzeuge, darunter Schleifscheiben, Abrichtrollen, Messtaster sowie Fräs- und Bohrwerkzeuge. Das Werkzeugwechsler-Magazin ist modular erweiterbar.

Die Maschine nimmt den Trend zum In-Prozess-Messen auf. Auch eingespannte Rohteile können zum Beispiel vermessen werden, um Lage- und Aufspannfehler erkennen zu können und auszugleichen.

Der optional verfügbare Laserkopf macht Laserhärten, Markieren und additives Materialaufschweißen möglich, das als sehr präzises und schnelles Verfahren für das Metallschweißen geschätzt wird und sich deshalb besonders für die Fertigung von Präzisionsbauteilen im Flugzeugbau eignet.

Eine ausgefeilte Positionier- und Spanntechnik lässt eine große Genauigkeit zu.

PSS auf der EMO Hannover 2019: Halle 11, Stand D46

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