Schweiß-News Hochleistungs-Tandemschweißen jetzt auch für Aluminium

Fronius meldet Zuwachs für seine Tandem-Schweißsystemserie TPS/i Twin. Bei einer Abschmelzlseistung von rund 25 Kilogramm pro Stunde winkt beim Hochleistungsschweißen noch mehr Effizienz. Hier mehr...

Anbieter zum Thema

Die Fronius-TPS/i-Twin bringt dem Schweißer eine 100-Prozent-Kontrolle über die beiden Lichtbögen, die beim Hochleistungs-Tandemschweißen fügen. Auch gibt es jetzt produktivitätssteigernde Zusatzfunktionen, die auch das Tandemschweißen von Aluminium erlauben.
Die Fronius-TPS/i-Twin bringt dem Schweißer eine 100-Prozent-Kontrolle über die beiden Lichtbögen, die beim Hochleistungs-Tandemschweißen fügen. Auch gibt es jetzt produktivitätssteigernde Zusatzfunktionen, die auch das Tandemschweißen von Aluminium erlauben.
(Bild: Fronius)

Fronius erweitert das Portfolio in puncto „High End TPS/i Twin“-Tandem-Schweißsysteme, wie es heißt. Dabei handelt es sich um das synchronisierte Schweißen mit zwei individuell steuerbaren Lichtbögen, das nun noch einfacher zu handhaben ist. Zu den Herausforderung beim Hochleistungs-Tandemschweißen gehört laut Fronius nämlich vor allem, dass beide Lichtbögen beherrscht werden. Für den, der diese Kontrolle hat, sei es aber ein Leichtes, auch großvolumige Bauteile, Mehrlagen oder lange Schweißnähte im Behälter-, Fahrzeug- und Waggonbau in perfekter Qualität zu erreichen. Deshalb bekommt das, wie der Hersteller betont, bereits am Markt etablierte TPS/i Twin-Push-System nun Verstärkung in Form der Systeme Twin Pushpull nebst CMT-Twin-Prozess. Das bedeutet, dass man ab sofort nicht nur Stahl sondern auch Aluminium mit Tandemschweißsystemen fügen kann.

Die neuen Schweißkraftpakete näher betrachtet:

Das System TPS/i Twin Pushpull findet seine Einsatzgebiete im Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau beim Schweißen von Aluminiumprofilen oder Druckbehältern mit dem PMC-Prozess (Pulse Multi Control). Und das neue System TPS/i CMT Twin lässt zusätzlich zum PMC-Prozess auch den CMT-Prozess (Cold Metal Transfer) zu, wodurch sich die Schweißbarkeit von Aluminium, aber auch Nickelbasislegierungen oder hochfesten Stähle, erklärt. Der kontrollierte Wärmeeintrag beim CMT mach es vor allem für das Dünnblechschweißen ideal. Werden die beiden Twin-Lichtbögen außerdem mit unterschiedlichen Leistungen steuern, lassen sich laut Fronius sowohl der Einbrand als auch das Nahtprofil weiter optimieren.

Bildergalerie

In der Praxis werden die Vorteile des Tandemschweißens im Vergleich zu Schweißprozessen mit Einzeldraht besonders deutlich, merkt Fronius an. Und zwar dann, wenn mit Höchstgeschwindigkeit ein perfektes Ergebnis entstehen soll. Aber mit bis zu 25 Kilogramm Abschmelzleistung pro Stunde und einer Geschwindigkeit bis 4 Metern pro Minute leisteten die TPS/i Twin-Systeme genau das Richtige. Der Grund dafür ist die Drahtvorschubleistung je Prozesslinie, die rund 30 Metern pro Minute erreicht. Trotz dieser hohen Geschwindigkeit stimme das Schweißergebnis in Sachen verlässlicher Einbrandqualität und kerbfreien Schweißnähten. So können sowohl die Lagenanzahl als auch die Fertigungsdauer reduziert werden, heißt es.

Stets reproduzierbar hohe Schweißnahtqualität

Der sich selbst regelnde Twin-Prozess erreicht diese Qualität, wie Fronius betont, obwohl am Schweißgerät nur das Notwendigste eingestellt werden muss. Im Hintergrund regle das System die Parameter und Einflussgrößen so aus, dass stets exakte Lichtbögen vorhanden seien. Um absolut stabil schweißen zu können, ist außerdem eine hohe Prozesssicherheit unabdingbar, welche aber die Kombination aus PMC und CMT liefert. So werden Nacharbeit und Fehlproduktionen minimiert, was folglich Zeit und Ressourcen spart.

Die Fronius-Twin-Serie hält auch einige verschiedene Funktionen und Roboterassistenzsysteme bereit, die den Schweißer dabei unterstützen, den Produktionsprozess relativ leicht zu automatisieren, heißt es weiter. So sorge beispielsweise die SFI-Zündung (Spatter Free Ignition) dafür, dass beim Zünden keine Spritzer entstünden. Und der spezielle Slaghammer kümmert sich um die Entfernung der zuvor gebildeten Schlacke, mithilfe einer reversierenden Drahtbewegung. Das führe auch zu einem sauberen Schweißstart.

Zusatzfunktionen optimieren das Roboterschweißen

Die Funktion Seamtracking gleicht Abweichungen automatisch aus und mit Touchsense kann man einem Roboter eine Positionsbestimmung beibringen, die dieser dann nutzen kann, um Positionierungs- und Bauteiltoleranzen auszugleichen. Und Wiresense kann solche Toleranzen messen. Danach werden die Messdaten direkt dem Roboter mitgeteit, erklärt Fronius. All dies reduziert Schweißfehler, Nacharbeit oder gar Ausschuss noch weiter.

(ID:48309798)