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Zerspanungspower auf der EMO Hannover 2019

Hochleistungs-Werkzeuge pushen die Produktion von E-Motoren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Statorbohrungen mit bisher nie dagewesener Performance erzeugt ein neues Sonder-Werkzeugsystem von Ceratizit. Das Bild zeigt das Werkzeug Nummer 2, das im Text beschrieben wird. Die Tiroler Werkzeugspezialisten wollen damit die Herstellung von Elektromotoren für die E-Mobilität wirtschaftlicher machen. EMO Hannover 2019 in Halle 5 am Stand B70.
Statorbohrungen mit bisher nie dagewesener Performance erzeugt ein neues Sonder-Werkzeugsystem von Ceratizit. Das Bild zeigt das Werkzeug Nummer 2, das im Text beschrieben wird. Die Tiroler Werkzeugspezialisten wollen damit die Herstellung von Elektromotoren für die E-Mobilität wirtschaftlicher machen. EMO Hannover 2019 in Halle 5 am Stand B70. (Bild: Ceratizit)

E-Mobility heißt das zentrale Automotivethema. In rasant treiben fast alle Hersteller ihre Entwicklungen voran, so Ceratizit. Deshalb bietet der EMO-Aussteller alles, was die Motorenfertigung antreibt. Halle 5 am Stand B70.

Die Zerspanungstechnikshow auf dem Ceratizit-EMO-Stand präsentiert, wie es heißt, zwei komplette Neuentwicklungen, die sich für die wirtschaftliche und prozesssichere Serienbearbeitung der anspruchsvollen Statorbohrung empfehlen. Weil die Statorbohrung Durchmesser von 200 mm und größer aufweist, richteten die Ceratizit-Entwickler ein Hauptaugenmerk auf das endgültige Werkzeuggewicht. Und Ceratizit ist es, wie es weiter heißt, durch ausgeklügelte Konstruktionen und dem Einsatz additiver Herstellungsverfahren gelungen, das Gewichtsniveau bis weit unter den marktüblichen Standard zu reduzieren. Deshalb können die mehrschneidigen Bohrstangen ohne Weiteres auf CNC-Bearbeitungszentren eingesetzt werden. Auch an die digitale Unterstützung des Anwenders zur Erhöhung der Prozesssicherheit wurde gedacht: eine digitale Feinverstellung nebst Standzeitüberwachung sind dabei die nützlichen Add-Ons, sagt Ceratizit.

Additive Fertigung für leistungsfähigere Zerspanungswerkzeuge

Das Ceratizit-Werkzeug Nummer 1 (siehe Bildergalerie) erreiche dieses relativ geringe Gewicht durch einen modularen Aufbau mit aufgebrachten Auslegern, welche aus einem eigens entwickelten Spezialkunststoff, der mit gewissen Zusatzkomponenten verbessert ist, gedruckt werden. Die Ausleger nehmen Werkzeugkassetten auf, die digital feinverstellt werden können, wie es weiter heißt. Das Bohrwerkzeug ließe sich mehrstufig ausführen, sodass die Komplettbearbeitung der Statorbohrung in einem „Rutsch“ möglich ist.

Das Ceratizit Werkzeug Nummer 2 wird als High-End-System beschrieben, das in Sachen Zerspanungsleistung kaum zu toppen sei. Dessen neuartige Konstruktions- und Stützform werde aus einem Stahlwerkstoff komplett gedruckt. So, heißt es weiter, lässt sich auch bei diesem die Leichtbaustruktur erzeugen. Die ebenfalls additiv gefertigten Werkzeugkassetten fungieren als Schneidkörper, die mit PKD-Schneiden arbeiten, so Ceratizit. Das Bohrwerkzeug könne individuell auf das Bauteil des Kunden ausgelegt werden und so Statorbohrungen mit bisher unerreichter Performance bearbeiten.

Das richtige Signal zur vorausschauenden Werkzeugwartung

Auch werden im Rahmen des Ceratizit-Auftritts zwei Neuentwicklungen aus dem Bereich Mechatronik vorgestellt: Mit dem Komet-Komlife bringt Ceratizit eine neue Wartungsanzeige für rotierende Werkzeuge auf den Markt, so der Aussteller. Durch das, wie es weiter heißt, zuverlässige, vorausschauend agierende Wartungssystems Komlife setze man einen weiteren Meilenstein in Richtung wirksamer Instandhaltungsstrategien. Komlife macht dabei die autonome Betriebsdatenerfassung direkt am Werkzeug möglich und ist über ein integriertes Display ablesbar, das mithilfe eines Magnetstiftes aktiviert wird. Die Wartungsanzeige könne durch das einstellbare Wartungsintervall – zum Beispiel zum Schneidenwechsel – kundenspezifisch angepasst werden. Ist das Wartungsintervall überschritten, weist eine blinkende, rote LED auf die fällige Wartung hin, heißt es. Um die Betriebsdaten digital zu erfassen, können die aufgezeichneten Daten durch den dynamischen QR-Code mit der Komlife-App ausgelesen werden. Komlife ist laut Ceratizit auch vielfältig einsetzbar und wird neben den Aussteuerwerkzeugen, wie Planschiebern und Schieberbohrstangen, um kundenspezifische, mehrschneidige Werkzeuge ergänzt. Die günstige Ceratizit-Wartungsanzeige soll sich bereits bei kleinen Werkzeugen mit einem Durchmesser von 50 mm integrieren lassen.

Bohren mit smarter Selbstkorrekturfunktion

Für die exakte Bearbeitung von Lagersitzen und Zylinderbohrungen bietet sich dann der neue Spindelkopf Komet-Microkom-Komflex an. Er wird als besonders kompakt beschrieben und nutzt die Funktechnik eines Messtasters zur intelligenten Bohrungsfertigung mit Selbstkorrektur (Schneidenkompensation), wie Ceratizit betont. Das Feinspindelsystem arbeitet autonom. Die Kombination aus Messtaster und Spindelkopf in einem System sei einzigartig und habe für den Kunden sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile.

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Die Voraussetzung für den Einsatz dieses Werkzeugs ist ein in der Maschine integrierter Funkempfänger, über den der Spindelkopf Komflex sowie auch der Messtaster angesteuert werden kann, so Ceratizit. Manuell könne der Kopf über die Maschinensteuerung oder einen Magnetschalter, der sich am Spindelkopf befindet, gesteuert respektive eingestellt werden. Der Komflex lässt sich mit Drehzahlen bis zu 8000 min-1 betreiben und hat in Sachen Verstellpositionierung ein Auflösungsvermögen von 0,001 mm. Mit dem Komflex schließe Komet die Lücke zwischen manuellen Spindelwerkzeugen und den flexiblen U-Achs-Systemen.

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