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Supply-Chain-Management

Hohe Lieferbereitschaft bei schwankender Nachfrage

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In der Vergangenheit waren die Abläufe bei ASK Chemicals geprägt durch Ad-hoc-Planungs- und Steuerungsaktionen, um kurzfristige Kundenaufträge bedienen zu können. Der hohe Aufwand und Abstimmungsbedarf zur Feinsteuerung der Produktion waren aber nicht verursacht durch mangelnde Planungskompetenz, die sich gegebenenfalls durch ein Feinplanungstool hätte verbessern lassen.

Im Rahmen der ersten Analysen wurde deutlich, dass es sich hierbei eher um Symptome handelte, deren Ursache in der übergeordneten Planung lag. Das aktuelle Marktgeschehen floss nicht durchgängig in den Planungsprozess ein. Fehlende Prognosen sowie ungenügende Sicherheiten zur Abfederung von Absatzschwankungen führten ursächlich zu den oben beschriebenen Symptomen. Daher wurde entschieden, den Planungsprozess grundlegend neu aufzusetzen und mit einer geeigneten Software zu unterstützen.

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Mit geringem Aufwand maximalen Nutzen erzielen

Ziel des neuen Prozesses war es, den Aufwand möglichst gering zu halten, aber dennoch zu einem guten Planungsergebnis zu kommen. Schließlich wollte man sich nicht einen zu großen Overhead für diese zusätzliche Planung schaffen, sondern weiterhin möglichst schlank agieren. Sehr zupass kam deshalb der Vorschlag von Abels & Kemmner, die zukünftigen Bedarfe weitestgehend über statistische Prognosen zu bestimmen, also automatisiert mittels Software alle zu disponierenden Produkte zu planen.

Die statistischen Prognosen sollten nur dann mit Vertriebsinformationen ergänzt werden, wenn Abweichungen von den Prognosen zu erwarten sind. Dadurch besteht die Aufgabe des Absatzplaners nur noch darin, Ausnahmen zu planen – was viel Zeit und Aufwand spart. Das hört sich gut an, ist auch möglich, bedarf aber einiger Rahmenbedingungen.

Zusätzliche Anforderungen an die Software

Da es keine Regel ohne Ausnahme gibt, müssen neben der automatisierten Disposition selbstverständlich auch die Fälle berücksichtigt werden, die eben nicht standardisiert prognostiziert werden können. Jeder Vertriebsverantwortliche muss folglich die Möglichkeit haben, zum Beispiel Aktionen zu hinterlegen, Neulistungen der Kunden oder auch Abkündigungen durch bestehende Kunden einzugeben. Weitere Ereignisse, die manuell geplant sein wollen, sind neue Produkte beziehungsweise Produktvarianten, die aufgrund fehlender Vergangenheitswerte nicht prognostizierbar sind, sowie auslaufende Produkte, für die keine statistischen Prognosen mehr gerechnet werden.

Um solche Analysen durchführen zu können, bedarf es einer Software, die es dem Vertrieb leicht macht, die Ausnahmen zu identifizieren. Die Software muss also imstande sein, die Planung nicht nur auf Stücklisten der Komponenten, sondern auf Artikelebene des Kunden zu beschreiben.

Mathematisch-statistisch sollte die Software zudem in der Lage sein, die am besten geeigneten Prognose- und Sicherheitsbestandsverfahren automatisch zu ermitteln, um die gewünschte Lieferbereitschaft mit möglichst geringem Bestand zu erreichen.

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