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Erfolgsfaktor Werkzeugbau-Know-how
Bei den Produkten der Firma UPT-Optik Wodak handelt es sich um Kunststoffteile im High-End-Segment, deren, wie es weiter heißt, Präzision und Genauigkeit nur noch durch Glaskomponenten übertroffen werden könnten. Die Fertigung dieser Produkte setze spezifisches Know-how über die gesamte Bandbreite des Leistungsspektrums voraus – vor allem was den Werkzeugbau betreffe. In der Produktion werden deshalb sechs Ultrapräzisionsmaschinen, die im Submikrometerbereich fräsen und drehen, eingesetzt. Auch die Mess- und Prüfgeräte des Unternehmens sind für die Messung minimaler Abweichungen ausgelegt, um, so die Nürnberger, den an die Produkte gestellten Qualitätsstandard auch sicherstellen zu können. Zur Gewährleistung der hohen Genauigkeit der Teile stehen sämtliche Maschinen in klimatisierten Räumen.
Elektrische Spritzgießanlagen sind das A und O
Von den in Summe 27 Spritzgießmaschinen des Unternehmens laufen sechs Anlagen im Klasse-10.000-Reinraum nach FED-Standard, heißt es. Im Bereich der Spritzgießmaschinen setze UPT-Optik Wodak praktisch ausschließlich elektrische Maschinen ein, weil diese das Maß an Präzision, Wiederholgenauigkeit und Sauberkeit böten, welches das Unternehmen für die Produktion seiner High-End-Produkte benötigt. Auch der geringere Energieverbrauch elektrischer Maschinen im Vergleich zu hydraulischen Maschinen sowie deren niedriger Geräuschpegel lassen Horst Wodak die Entscheidung zu Einsatz dieser Maschinen leicht werden, wie Wittmann Battenfeld hinzufügt.
Präzise Spritzgießen, wenn' s „dicke“ kommt
Um größere, dickwandige optische Teile zu produzieren, ist bei UPT-Optik Wodak seit November 2016 eine Hybridmaschine mit einer Schließkraft von 8500 kN, eine Macropower E 850/5000 von Wittmann Battenfeld, im Einsatz, so Wittmann Battenfeld. Die Herstellung der genannten Teile erfordere zum einen eine Maschine, die höchste Präzision und Wiederholgenauigkeit biete, zum anderen müssen lange Nachdruckzeiten ohne eine Überlastung der Antriebsmodule gewährleistet sein. Die Macropower E ist für diese Anforderungen durch die Kombination einer servohydraulischen Schließeinheit mit einer servoelektrischen Spritzeinheit für einen hochpräzisen Einspritzprozess bestens geeignet. Um bei den langen Zykluszeiten von bis zu 25 min die Rückstromsperre besser schließen zu können, ist die Maschine mit aktivem Schließen der Rückstromsperre nach dem Dosieren ausgestattet.
Einprägsame Zusatztechnik
Des Weiteren kommt auf der Macropower E bei UPT-Optik Wodak das von Wittmann Battenfeld angebotene Präzisionsprägen Expert-Coining, bei dem jede Druckdose einzeln angesteuert und damit die Plattenparallelität geregelt werden kann, zum Einsatz. Damit wird ein noch höherer Grad an Genauigkeit erreicht, wie Wittmann Battenfeld sagt. Mit der Möglichkeit, während eines Einspritzvorgangs mehrfach einzuspritzen, könne UPT-Optik Wodak darüber hinaus mit einem zweiten Spritzparametersatz einen weiteren Layer auftragen oder in zwei Kavitäten einspritzen.
Die Entnahme und Ablage der Teile auf ein Förderband erfolgt mit einem Wittmann-Roboter der Type W843 pro. Dieser smarte Roboter-Kollege sei aufgrund seiner verstärkten Profile hoch belastbar, die deshalb erforderlich sei, damit die zwar relativ leichten Teile mit dem aber sehr stabilen Anguss sicher aus dem Werkzeug entnommen werden könnten.
Alle Versprechen wurden gehalten
Horst Wodak habe sich nach den im Haus gefahrenen Tests über die Wittmann-Battefeld-Systeme sehr zufrieden geäußert. „Die Macropower E erfüllt unsere hohen Anforderungen, und zeigt ein sehr gutes Verhalten bei den geforderten Nachdruckzeiten“, präzisiert Wodak. Darüber hinaus schätze der Geschäftsführer auch die kompakte Bauweise dieser eigentlichen Großmaschine sowie auch die einfache und unproblematische Bedienung über die Unilog B6-Steuerung
MM
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