Industrieproduktion

Hybride Wertschöpfung wird zum Erfolgsrezept für die Industrie

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Hybride Wertschöpfung: Dafür steht das Beispiel der Kaeser Kompressoren GmbH, die mit weltweit 4000 Mitarbeitern zu den größten Druckluft-Systemanbietern in Europa zählt. Das Coburger Unternehmen betreibt konsequente Kundenorientierung und bündelt innovative Produkte mit fortschrittlichen Systemlösungen.

Contractingmodelle gehören zu hybriden Lösungen

Mit zu den hybriden Lösungen zählen Contractingmodelle, bei denen der Kunde nicht mehr klassisch den Kompressor erwirbt, sondern nur die Druckluft. Der Kunde bezahlt ausschließlich die Druckluft, die er verbraucht (Pay on Demand).

Die Vorteile dieser Verbindung lassen eine dauerhafte Beziehung entstehen: Reduzierte Druckluftkosten durch verbrauchsgenaue Abrechnung, eine Anlage, die sich stets auf dem aktuellen technischen Stand befindet, und eine garantierte maximale Verfügbarkeit dank Teleservice bilden eine klare Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Bei Kaeser will man den Umsatzanteil dieser Modelle von gegenwärtig 10 auf 25% in den kommenden fünf Jahren steigern.

Hybride Geschäftsmodelle noch nicht besonders weit verbreitet

Die Studie, die auf Basis der 15. Welle des IW-Zukunftspanels beruht, hat deutschlandweit rund 2600 Unternehmen aus den Bereichen Industrie und industrienahe Dienstleistungen befragt und zudem Expertengespräche durchgeführt.

Um einfachere und fortgeschrittenere hybride Modelle unterscheiden zu können, werden Unternehmen, die die Bedingungen Industrieumsatz und breites Tätigkeitsprofil erfüllen, in der Studie als Standard-Hybrid und die, die zusätzliche Performancegarantien anbieten, als Hybrid-Plus bezeichnet. Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, präsentierte die Ergebnisse auf dem VBW-Kongress. Danach lassen sich fünf wesentliche Erkenntnisse ableiten: Hybride Geschäftsmodelle sind noch nicht besonders weit verbreitet. Die Studie weist aus, dass rund 16% der Wirtschaft zu den hybriden Unternehmen zählen, wobei nur 2% dem Typ „Hybrid-Plus“ zuzurechnen sind. Kleine und mittlere Unternehmen sind insgesamt mit etwa 12% vertreten. Die Studie macht zudem deutlich, dass sehr viele hybride Geschäftsmodelle in Netzwerken organisiert werden.

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