Industrieproduktion

Hybride Wertschöpfung wird zum Erfolgsrezept für die Industrie

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Hybride Unternehmen sind erfolgreicher als „normale“

Hybride Unternehmen sind erfolgreicher als andere. Geht es um unternehmensrelevante Erfolgsfaktoren wie Internationalisierung, Innovationen oder F&E, so stehen die hybriden Unternehmen besser da als die restlichen. Durch die stärkere Vernetzung mit den Kundensystemen meistern sie die Herausforderungen optimaler, wenn es um die Bereiche Kommunikation, Organisation und Qualifizierung geht. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass hybride Unternehmen gerade bei Innovationen überdurchschnittlich kundenorientiert sind.

Hybride Geschäftsmodelle sind keine Selbstläufer. Der noch sehr geringe Anteil an hybriden Unternehmen scheint diesen Punkt zu unterstreichen. Offenbar fällt es den Unternehmen noch schwer, das notwendige Vertrauen in den Nutzen hybrider Produkte bei den Kunden zu schaffen. Laut Studie verlangen hybride Geschäftsmodelle nicht nur einen hohen Kommunikationsbedarf zwischen Anbietern und Kunden, sondern auch breitere Kompetenzen und Qualifikationen in sehr vielen Feldern.

Performancegarantien können kleinere Unternehmen überfordern

Anforderungen, die gerade kleine und mittelständische Firmen überfordern können. Risiken für diese Unternehmen sieht die Studie in der hohen Verantwortung, die sie für die Abläufe ihrer Kunden übernimmt. Gerade wenn es um Performancegarantien geht.

Neue Geschäftsmodelle basieren auf Real-Time-Kundenbeziehungen

Hybride Unternehmen haben die bessere Wachstumsperformance und sind erfolgreicher als nicht hybride. Die IW-Consult hat im Zuge der Studie einen „Erfolgsindex“ errechnet. Danach sind hybride Unternehmen mit einem Wert von 105,6 erfolgreicher als solche mit einer nicht hybriden Ausrichtung (100). Bei der Berechnung dieses Wertes hat die IW Consult die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der Jahre 2006 bis 2010 berücksichtigt.

Ein weiterer Befund zeigt, dass ein Unternehmen umso erfolgreicher ist, je vollständiger es eine Wertschöpfungskette bearbeiten kann. Bei dieser Erfolgsanalyse sind laut Studie keine strukturellen Unterschiede zwischen kleineren und größeren Unternehmen festzustellen.

Hybride Wertschöpfung ist offenbar ein Zukunftsmodell. Nach den Erkenntnissen der Forscher, wollen viele Unternehmen ihr Dienstleistungsangebot in den kommenden fünf Jahren ausweiten. Gerade für die hybriden Unternehmen scheinen sich künftig wissensintensive Dienstleistungen als Abgrenzungsmerkmal abzuzeichnen.

Auf Basis der Befragung könnte der Anteil der hybriden Unternehmen um immerhin fünf Prozentpunkte von heute knapp 16 auf 21% zunehmen. Bei der Gesamtwürdigung aller Fakten, verdeutlichte Hüther, ließe sich als Vision die Entwicklung hin zu Geschäftsmodellen erkennen, die auf „Real-Time-Kundenbeziehungen“ setzen würde. Dabei werden die Betriebsabläufe des Kunden in Echtzeit vom Dienstleister mitverfolgt, so dass dieser jederzeit optimal mit den entsprechenden Dienstleistungen ansetzen kann.

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