Arbeits- und Energieeffizienz

Hydraulisches Getriebe macht Servomotoren fit für Abkantpressen

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Hydraulisches Getriebe ist effizientere Alternative zur Speicherhydraulik

Effizienz und Präzision verdanken die Maschinen einem ausgeklügelten Zusammenspiel von Steuerungs-, Antriebs- und Sicherheitstechnik. Für schnelle Reaktionszeiten sorgt der integrierte Servomotor: Die bei den Vorgängermodellen bisher als Pressenantrieb eingesetzten Hydraulikzylinder erhielten ihr Öl nach dem Nachsaugerprinzip aus einem großen Hydraulikspeicher. Beim schnellen Pressenbetrieb musste der Anwender daher immer aufpassen, dass der Ölstrom nicht abrieß. Es kam folglich oft zu Totzeiten, in denen die Zylinder mit Öl befüllt wurden. Beim elektrohydraulischen Aktuator Eprax entfallen dagegen diese Füll- und Wartezeiten.

Die Effizienz der Abkantpressen steigt. Der Aktuator verkürzt den Arbeitszyklus der Pressen von 5 auf 3,5 s im Vergleich zum konventionellen Antrieb. Das führt zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung. Gleichzeitig sinkt der Energieverbrauch: Der Antrieb verbraucht bei Stillstand – zum Beispiel in Rüstzeiten, bei Wartung, Umrüstung oder Pause – quasi keine Energie im Gegensatz zu konventionellen Antrieben. Der elektrohydraulische Aktuator bietet also eine sehr gute Energiebilanz, ob aktiv oder im Stand-by-Modus.

Presse mit elektrohydraulischem Aktuator arbeitet angenehm leise

Energiebilanzen interessieren den Maschinenbediener in der Regel jedoch weniger. Vielmehr zählen für ihn die sogenannten „soft facts“. Für eine mit dem elektrohydraulischen Aktuator ausgestattete Maschine spricht, dass diese sehr leise ist und Geräusche nur noch bei Bewegung der Maschinenachsen macht. Wegen der guten Resonanz am Markt plant der Antriebsspezialist Hoerbiger die Weiterentwicklung seiner jüngsten Innovationen, wie des Pressenantriebs Eprax, hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Modularität, Systemeignung und Anwenderfreundlichkeit.

* Dipl.-Ing. (BA) Katja Ebenhoch ist Leiterin des Geschäftsfelds Industrieller Maschinenbau bei Hoerbiger in Altenstadt bei Schongau. Dipl.-Ing. Nikolaus Fecht ist freier Fachjournalist in Gelsenkirchen.

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