Komponenten Igus wächst um 32 Prozent und übertrifft Rekordjahr 2019

Quelle: Pressemitteilung

Seit 2019 hat Igus in Produktion und Supply Chain investiert. Damit konnte man die hohe Nachfrage immer bedienen. So stieg der Umsatz 2021 um 32 Prozent im Vergleich zu 2020. Bis 2023 wird weiter in Produktionsfläche und 500 Spritzgussmaschinen investiert.

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Insgesamt 500 neue Spritzgussmaschinen werden bei Igus in Köln aufgestellt; 100 ältere Spritzgussmaschinen wurden gegen 40 Prozent energieeffizientere getauscht.
Insgesamt 500 neue Spritzgussmaschinen werden bei Igus in Köln aufgestellt; 100 ältere Spritzgussmaschinen wurden gegen 40 Prozent energieeffizientere getauscht.
(Bild: Igus)

Die Kunden von Igus-Produkten – von Antriebsleitung bis zum Zahnrad – haben auch 2021 ihre Bestellungen meist zügig erhalten. Der Plan von 2019, in Produktion und Supply Chain zu investieren, half, die sprunghaft gestiegene Nachfrage zu bedienen. „234 Millionen Euro mehr Umsatz in einem Jahr, bei fast gleichen Verkaufspreisen bis Ende des Jahres, und alles selbstproduziert und beschafft – das hatten wir noch nie“, berichtet Igus-Geschäftsführer Frank Blase. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben Wunder vollbracht. Und wir hatten Glück, dass wir unsere Investitionspläne auch im schlechten Jahr 2020 umgesetzt haben.“ Der Umsatz im Jahr 2021 betrug 961 Millionen Euro.

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Igus erreichte 32 Prozent mehr Umsatz als 2020, aber auch 26 Prozent mehr als im Rekordjahr 2019. In diesem Jahr begann auch die Umsetzung des Plans, der intern „No. 1 Catalog“ heißt: Über 80.000 Artikel liegen seitdem mehr auf Lager oder mit höheren Mengen. In 15 weltweiten Verteillagern stieg die Quote der Katalogprodukte, die am selben Tag oder in 24 Stunden versendet werden, auf mindestens 25 Prozent. „Wahrscheinlich ist deshalb der Umsatzzuwachs in allen Produktsparten fast gleich“, so Blase. Auch die Seiten des Onlineshops wurden verbessert. Damit stieg der Online-Umsatz 2021 um 55 Prozent. „Die Kunden müssen im Web sofort entscheiden können, ob die Kunststofflösung einsetzbar ist, und sie dann schnell geliefert bekommen. Das ist ein Teil des Ziels ‚easiest company to deal with’“, erklärt Blase.

Investition in 500 neue Spritzgussmaschinen

Der Ukraine-Krieg und die Verknappungen auf vielen Märkten veranlassen Igus dazu, kurzfristig noch einmal mehr in die Materialverfügbarkeit zu investieren. Gleichzeitig gehen die Investitionen in höhere Produktionskapazitäten weiter. Seit 2020 wurde die Produktion in Köln um 300 Spritzgussmaschinen aufgestockt oder modernisiert. Weitere 200 sind in Bestellung. Das neue Produktionsgebäude in Köln mit zusätzlichen 20.000 m² Fläche wird voraussichtlich am 1. Mai 2023 fertiggestellt. Neue Lagerorte für 12.000 Paletten hat man bereits 2021 gebaut. Aktuell entstehen Pläne zur nochmaligen Erweiterung des „Igus Campus Köln“. Dafür erwarb das Unternehmen angrenzende Flächen mit einer Gesamtgröße von 20.000 m². Bei den 35 Auslandstöchtern beliefen sich die Erweiterungen auf insgesamt 60.000 m² Grundflächen.

Innovationskräftig: 168 neue Produkte

Kunden aus über 50 Branchen treten ständig mit neuen Herausforderungen an Igus heran, was die Produktentwicklung ständig fordert – beispielsweise Reinraumkabel für die Chip-Produktion. Neue flexible Kabelzuführungslösungen wie die e-skin flat werden vor allem in der boomenden Halbleiterindustrie stark nachgefragt. Peter Mattonet, Branchenmanager Reinraum bei Igus: „Eine Leitung innerhalb von wenigen Minuten austauschen zu können, das ist eine Revolution für die Fertigung und erhöht den dringend gebrauchten Output.“

Insgesamt hat Igus auch im zweiten Jahr von Home Office und Remote Work 168 Produktentwicklungen präsentiert. Die vier Jahre alte Business Unit „smart plastics“ brachte allein 2021 zwölf neue Produkte für Zustandsüberwachung, präventive Wartung und IoT heraus. Im Zusammenspiel mit der Echtzeit-Leitungsüberwachung für Ethernet-Leitungen und dem integrierten solargespeisten Zustandssensor EC.I sollen Kunden unerwartete Anlagenstillstände jetzt komplett vermeiden können .

Wachstumsmarkt Do-it-yourself-Engineering im Web

Igus hat neben seinem Komponentengeschäft auch in die Robotik investiert. Low-Cost-Roboter-Integration per Online-Beratung und mit Festpreis – mit diesem Versprechen startete man 2021 den Service RBTXpert. Auf einer 400 m² großen Customer Testing Area testen Experten die Kundenanforderungen, bevor ein Angebot gemacht wird. Typische Lösungen kosten 8.500 Euro an Hardware und 20 Stunden Integration. International gibt es das Angebot schon in sieben Ländern, weitere 14 sind in Vorbereitung. „Das Do-it-yourself-Engineering unserer Kunden verdoppelte sich im letzten Jahr auf 5.000 wertschöpfende Nutzungen im Web pro Tag“, so Blase.

Produktion zu 95 Prozent klimaneutral

Auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion bis 2025 – Stand heute 95 Prozent erreicht nach Scope 1 und 2 (Greenhouse Gas Protocol) – wurden bei Igus im vergangenen Jahr unterschiedliche Projekte in Angriff genommen: Insgesamt 100 ältere Spritzgussmaschinen wurden gegen 40 Prozent energieeffizientere Modelle getauscht. Das Energiemanagement wurde weiter optimiert, ein ISO Zertifikat dafür folgt Ende März. Zudem pflanzte Igus 15.687 Bäume in 23 Ländern.

Nicht direkt recycelbare Kunststoffabfälle in der Produktion reduzierten sich um 21 Prozent. Auch das weltweite Energieketten-Recyclingprogramm chainge wuchs in den letzten Jahren und ist international ausgerollt. In diesem Frühjahr stellt Igus sein erstes Energiekettenprodukt aus 100 Prozent recycelten Materialien vor.

Diese und über 100 weitere Innovationen des Frühlings 2022 präsentiert das Unternehmen ab April, wenn die Igus Motion Plastics Show ins dritte Jahr geht. Frank Blase: „Im Moment bewegt uns natürlich alle die Not der Menschen im Krieg und das große politische Ringen in der Welt. Aber neben vielen Hilfsaktionen versuchen wir, uns weiter auf den technischen Fortschritt zu konzentrieren.”

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