Energiewende In 10 von 16 Bundesländern liegen die Erneuerbaren vorne

Redakteur: Gary Huck

Nachhaltige Energiequellen sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Das zeigt eine Untersuchung des BMWi. Aber der Ausbau muss trotzdem weiter verstärkt werden.

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In 10 von 16 Bundesländern liegen die erneuerbaren Energien bei der Kraftwerkskapazität vorne.
In 10 von 16 Bundesländern liegen die erneuerbaren Energien bei der Kraftwerkskapazität vorne.
(Bild: BMWi)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat einen Report veröffentlicht, der die Kraftwerksleistungen der einzelnen Bundesländer 2019 zeigt. Daraus geht hervor, dass 2019 in 10 von 16 Bundesländern die erneuerbaren Energien die Nase vorne hatten. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass die Untersuchung die maximal mögliche Kraftwerksleistung wiedergibt. Da Energieträger wie Solar und Wind nicht konstant Strom produzieren, liegt der echte Output unter den veröffentlichten Werten.

Bei der maximal möglichen Kraftwerksleistung führt Bayern bei den erneuerbaren Energien. Im Freistaat hätten 2019 20,1 GW Leistung „grün“ erzeugt werden können. 65 % dieser Leistung entfalle auf Solaranlagen. Auf Platz 2, mit 17,3 GW, liegt Niedersachsen. Dort entfallen 65 % der möglichen erneuerbaren Leistung auf Windkraftanlagen.

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Im Verhältnis zur Gesamtstromkapazität hätten Mecklenburg-Vorpommern (87 %, Schleswig-Holstein (78 %) und Sachsen-Anhalt (78 %) 2019 den meisten grünen Strom beziehen können. Am meisten konventionelle Energie wurde 2019 noch in Nordrhein-Westfalen produziert (28,6 GW). Aber auch dort hätten 12,8 GW mit erneuerbaren Quellen erzeugt werden können. Damit lag NRW auf Platz 3 in Deutschland.

In den nächsten Jahren werden die Werte für erneuerbare Energien wohl zwangsläufig weiter ansteigen. Ab 2022 soll in Deutschland kein Strom mehr aus Atomkraftwerken kommen. In vier Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) muss dann der Atomstrom, der dort noch produziert wird, auch kompensiert werden. Außerdem soll Deutschland bis 2038 den Kohleausstieg vollzogen haben. In diesem Zusammenhang müssen Kapazitäten auch sukzessive kompensiert werden.

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