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In acht Schritten zur perfekten Schleppkette

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Engineering in acht Schritten

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Engineeringprozess. In acht Schritten führt es den Anwender von der Anforderung zur Lösung:

1. Auswahl des passenden Schleppkettentyps. Der Anwender sammelt die Anforderungen, darunter die Spezifikationen von Leitungen und Schläuchen wie Gewicht, Außendurchmesser, Mantelwerkstoff und Biegeradius sowie Informationen zum Verfahrweg, verfügbaren Platz und zur Montageposition der Anschlusselemente.

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2. Bestimmen des erforderlichen Innenquerschnitts der Schleppkette nach bestimmten Grundregeln und Anpassen des Ergebnisses an die Platzverhältnisse. Wichtig ist dabei eine symmetrisch balancierte Anordnung der Leitungen sowie der sinnvolle Einsatz von Trennstegen. Diese sollen die Reibung zwischen den Leitungen und Schläuchen mit unterschiedlichen Mantelwerkstoffen verhindern. Für die einwandfreie Funktion der Schleppkette und um Schäden an den Leitungen zu vermeiden, müssen die Kettengröße und das Kabellayout zusammenpassen. So muss bei Stromkabeln ein Abstand von mindestens 10 % zwischen dem Kabel und dem äußeren Rahmen­steg eingehalten werden, bei pneumatischen Leitungen sollten es 15 % sein, bei hydraulischen Schläuchen mindestens 20 %.

3. Wahl einer geeigneten Schleppkette anhand der Produktauswahltabelle. Dabei hat der Anwender die Wahl zwischen den Werkstoffen Polyamid, Stahl, einer Kombination von beiden oder der Robot-Serie.

4. Bestimmen des geeigneten Biegeradius entsprechend allen Parametern der verwendeten Leitungen und Schläuche. Der Mindestbiegeradius einer Schleppkette bemisst sich nach der Leitung oder dem Schlauch in der Schleppkette mit dem größten Biegeradius.

5. Berechnen der benötigten Schleppkettenlänge, abhängig vom erforderlichen Verfahrweg. Hier gibt es fünf unterschiedliche Konfigurationen, für die sich die Werte aus Tabellen berechnen lassen.

6. Berechnen der freitragenden Länge in Bezug auf die Zusatzlast. Eine leere Schleppkette hat eine gewisse Vorspannung und ist deshalb nach außen gewölbt, um später die Last der Leitungen auszugleichen. Die Vorspannung bestimmt die freitragende Länge, die es der Schleppkette ermöglicht, ihr eigenes Gewicht sowie das Gewicht der darin platzierten Leitungen und Schläuche über die geforderte Länge zu tragen.

7. Erneutes Überprüfen des ausgewählten Schleppkettentyps, um sicherzustellen, dass dieser den ermittelten Anforderungen entspricht.

8. Auswahl weiterer Komponenten wie Anschluss­elemente, Innenaufteilung, Fachböden und Führungskanäle, die dem ausgewählten Schleppkettentyp entsprechen.

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