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Arbeitsplatzgestaltung

In Sachen Ergonomie nur das tun, was Werte schafft und die Kunden bezahlen

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„Sehr wichtig für den Erfolg einer so tiefgreifenden Veränderung ist die Einbindung der Mitarbeiter“, betont Waldmann. Es musste allerdings viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Freilich, nicht alle waren veränderungsbereit und -willig. Einige verließen deshalb freiwillig das Unternehmen, andere nahmen die Position von „Heckenschützen“ ein, mussten deshalb gehen. „Mittlerweile verstehen sich die Mitarbeiter als integrativer Teil des Ganzen“, so Waldmann, „und sind engagiert dabei, den Verbesserungsprozess weiter voranzutreiben.“

Synchro-Projekt soll Verschwendung beseitigen

Ehrgeizige Ziele verfolgte auch Trumpf mit seinem Synchro-Projekt, erläuterte Andreas Gauggel, Leiter zentrale Dienste der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG in Hettingen, den Forums-Teilnehmern: „Wir wollen nur das tun, wofür wir auch bezahlt werden. Dabei geht es um die konsequente Beseitigung der Verschwendung, sei es beispielsweise durch Überproduktion, Wartezeiten, Transport, Lagerhaltung oder durch die Produktion von Schlechtteilen.“ Die Lösung: weg von der losgrößenorientierten Produktion hin zur Fließmontage der Laserschneidköpfe.

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Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze, die ermüdungsfreies, effizientes und sicheres Arbeiten ermöglichen, in Verbindung mit One-Piece-Flow- und Kanban-System führten zu einem beeindruckenden Erfolg: Die Montagezeit verringerte sich um 23%, die Durchlaufzeit um 55% und die Herstellkosten um 4,1%.

„Auf dem Weg zum schlanken und anpassungsfähigen Unternehmen steht im Mittelpunkt die Konzentration auf, alles was Werte schafft, steht die Vermeidung von Verschwendung und die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit“, gibt Porsche-Berater Ferdinand Graf die Zielrichtung vor, wenn es darum geht, schwächelnde Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Seiner Auffassung nach sind im Alltag aller Unternehmen erhebliche Rationalisierungspotenziale erkennbar.

Wenig Wertschöpfung während der Arbeitszeit

So beansprucht die Bearbeitungszeit in vielen Prozessen weniger als 1% der Durchlaufzeit. Die Arbeitszeit der Mitarbeiter enthält oft weniger als 25% wertschöpfende Tätigkeiten. Weniger als 10% der Schnittstellen einer Organisation arbeiten effizient und die Produktsubstanz bietet mehr als 10% Produktivitätspotenzial.

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