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Mit induktiver Erwärmung benötigte Temperatur in wenigen Sekunden erreichen
Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Ofenerwärmung und der induktiven Erwärmung ist die benötigte Aufheizzeit. Die Verweilzeiten im Strahlungsofen betragen je nach Blechdicke bis zum Erreichen der benötigten Temperatur mehrere Minuten, wohingegen die induktive Erwärmung innerhalb weniger Sekunden erfolgen kann. Zusätzlich zur Prozessgestaltung der induktiven Erwärmung wurden im Projekt die mechanischen Eigenschaften der induktiv erwärmter Platinen untersucht sowie die Prozessfenster festgelegt.
Zur Prozessfensterbestimmung sind unterschiedliche Versuchsreihen durchgeführt worden:
- Auswirkungen unterschiedlicher Erwärmungstemperaturen auf mechanische Eigenschaften,
- Folgen zusätzlicher Haltezeiten.
Es wurde festgestellt, dass eine Erwärmung des Werkstoffs 22MnB5 auf mindestens 900 °C innerhalb von 20 s ohne zusätzliche Haltezeit zu mechanischen Eigenschaften führte, die mit der konventionellen Ofenerwärmung vergleichbar waren. Selbst Temperaturerhöhungen auf bis zu 1100 °C hatten keine wesentlichen Unterschiede zur Folge. Als wesentliche Punkte wurden in diesem Forschungsprojekt eine Methode zur induktiven Erwärmung im Presshärteprozess entwickelt und entsprechende Prozessgrenzen bestimmt.
Projektförderung
Das IGF-Vorhaben 16319 N (P 805) "Einsatz des induktiven Erwärmens und Ermittlung der entsprechenden Prozessfenster für das Presshärten" der Fosta - Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. wurde über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e.V. (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministeriums Wirtschaft und Technlogie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Der ausführliche Abschlussbericht erscheint in Kürze und kann über die Fosta angefordert werden.
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