Prozessinnovation Innovative Handlungsansätze für Unternehmensprozesse der Zukunft

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Bereits zum vierten Mal fand am 10. Mai unter dem Motto „Think fresh!“ das KP2-Expertengespräch statt. Fachgrößen aus Management, Wissenschaft und Consulting folgten der Einladung zur offenen Diskussion über Unternehmensprozesse der Zukunft.

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Diskussionsrunde mit Siegfried Kreuzer (li.) und Heinz Tengler (re.).
Diskussionsrunde mit Siegfried Kreuzer (li.) und Heinz Tengler (re.).
(Bild: KP2)

Das Expertengespräch skizzierte neue Denk- und Handlungsansätze für Unternehmen angesichts zunehmender Komplexität und permanenten Wandels in der Wirtschaftswelt. Vor dem Hintergrund einer immer schneller getakteten Wirtschaft, globaler Märkte und zunehmend intransparenter Geschäftsprozesse traf man sich zum Gespräch.

Produktentwicklung, Finanzen und Management waren Themenschwerpunkte

Von Unternehmensseite waren Siegfried Kreuzer, Gastgeber des Expertengesprächs, Dr. Gernot Steinlesberger von der OSRAM AG, Michael Wachsler-Markowitsch von der austriamicrosystems AG sowie Heinz Tengler von Voith Turbo anwesend. Die Management-Beraterin Dr. Katja Unkel aus St. Gallen sowie Professor Ralph Hartleben von der Hochschule Amberg-Weiden komplettierten die Runde.

Unter den Leitbegriffen „Märkte und Kunden“, „Management und Unternehmen“ sowie „Mitarbeiter und Gesellschaft“ unternahm die Runde unter Gesprächsleitung von Ursula Heller zunächst eine Analyse gegenwärtiger Unternehmensprozesse. Aspekte wie Produktentwicklung, Finanzen, Management und Vertrieb sowie aus dem Bereich Human Resources wurden insbesondere thematisch aufgegriffen.

B2B greift in Anbetracht heutiger Geschäftsprozesse zu kurz

Bereits zu Beginn der Diskussion stand folgende These im Raum: Der Begriff B2B greift angesichts der Komplexität heutiger Geschäftsprozesse zu kurz. Er suggeriere ein starres Ablaufschema zwischen einem einzigen Auftraggeber und einem einzigen Lieferanten. Die Wirklichkeit hingegen sei viel komplexer. Statt einem Lieferanten werde ein Pool an Partnern immer wichtiger, die gemeinsam an einer kundenorientierten Lösung arbeiteten. Bei jedem B2B-Prozess müssten zudem der Endkunde und dessen tatsächliche Bedürfnisse mitbedacht werden.

B2B sei deswegen immer auch B2C-Geschäft. Vor allem sei der Faktor Mensch im Bereich B2B wichtiger denn je: Business-to-Business ist, wenn es erfolgreich sein soll, immer originäres People-to-People-Geschäft. Bereits die Neudefinition von B2B zu Beginn des Expertengesprächs zeigte, dass starre Modelle und Regeln für die Unternehmensprozesse von morgen wenig zielführend sind. So brauche es eine dynamische Betrachtung echter Kundenbedürfnisse anstelle einer Fixierung auf das Produkt.

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