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Oberflächenveredelung

Insolvente Poligrat sucht neuen Investor

| Redakteur: Stéphane Itasse

Beim Oberflächenveredler Poligrat geht der Geschäftsbetrieb weiter, das Unternehmen sucht aus der Insolvenz heraus einen neuen Investor.
Beim Oberflächenveredler Poligrat geht der Geschäftsbetrieb weiter, das Unternehmen sucht aus der Insolvenz heraus einen neuen Investor. (Bild: Poligrat)

Das Amtsgericht München hat das Regelinsolvenzverfahren für die Poligrat GmbH eröffnet und den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Dr. Max Liebig zum Insolvenzverwalter bestellt, wie die Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter mitteilt.

Liebigs Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche für den Veredeler von Metalloberflächen, wie er den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung erläuterte. Dazu wird nun ein M&A-Prozess gestartet. Die bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen laut Mitteilung erste Erfolge, sodass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann.

M&A-Prozess für Poligrat eingeleitet

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit Interessenten eine dauerhafte Fortführung für Poligrat zu verhandeln. „Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten Poligrat weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können“, sagte der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der Mitarbeiterversammlung.

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die Poligrat GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste.

Amtsgericht bevorzugt Regelinsolvenz bei Poligrat

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine Sanierung entschied das Amtsgericht München, einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete.

„Poligrat ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen“, erläutert Liebig.

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