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Smart Factory Instandhaltung in der Fabrik von morgen

| Autor / Redakteur: Constantin Falcoianu / Sebastian Hofmann

Die intelligente Fabrik verknüpft dank IoT systemweit Daten von Maschinen und anderen betrieblichen Ressourcen. Daraus entstehen weitreichende Wettbewerbsvorteile – zum Beispiel bei der Wartung von Anlagen.

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Ist der Servicetechniker bei Problemen mit der Anlage einmal nicht da, nimmt er per Teamviewer Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort auf und leitet sie bei der Problembehebung an.
Ist der Servicetechniker bei Problemen mit der Anlage einmal nicht da, nimmt er per Teamviewer Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort auf und leitet sie bei der Problembehebung an.
(Bild: ©dusanpetkovic1 - stock.adobe.com)

In der intelligenten Fabrik von morgen stehen Maschinen und Mitarbeiter im permanenten Austausch. Produktionsprozesse sind durch Informationstechnik digitalisiert, um reibungslose Abläufe zu gewährleisten. Dafür muss der Maschinenpark bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Häufig liegen heute allerdings noch viele unterschiedliche Schnittstellen vor. Hier braucht es einheitliche technische Standards.

Integration ist der Schlüssel für IoT in der Industrie

Besonders gefragt sind deshalb integrierte Plattformen, die einen zentralen Zugriffspunkt liefern – beispielsweise über eine Cloud. Mit ihrer Hilfe können Anwender System- und Sensorinformationen abrufen und Konfigurationen, Fehlerbehebungen oder Wartungen vornehmen. So lassen sich selbst komplexe Prozesse steuern, bei denen viele Faktoren einen Einfluss haben. Der Mensch hat die Möglichkeit, dynamisch auf Veränderungen im Fertigungsumfeld zu reagieren. Möglich macht es die digitale Erfassung und Bereitstellung von Parametern wie Drehzahl, Temperatur, Schnitttiefe und so weiter über proprietäre Schnittstellen für alle Maschinen und Leitsysteme.

Je besser der Austausch der Maschinen untereinander und die Kommunikation mit den Menschen gewährleistet ist, desto aussagekräftiger ist das Monitoring für eine optimale Instandhaltung. Eine Integration aller Komponenten in das Produktionsnetz schafft die Voraussetzung für rechtzeitige Warnungen bei Problemen während der Produktion oder beim Digital Twin. Per Remote-Zugriff vernetzen sich Arbeiter dann im Ernstfall mit den Maschinen und beheben die Fehler, bevor das Fließband zum Stehen kommt und teure Ausfallzeiten entstehen. Der Teamviewer IoT ermöglicht Fernüberwachung, Live-Fernsteuerung, Störungsmanagement und sofortige Fehlersuche für praktisch jedes eingebettete Gerät – egal ob Industriemaschine oder -roboter. Auf seine plattformübergreifende Funktionalität und seine einfache Implementierung setzen Partner wie PTC Thingworx, Vodafone und Dell.

Augmented Reality: Hilfe jenseits des Bildschirms

Die Wahrheit ist, dass Experten nicht immer sofort vor Ort verfügbar sind, um Probleme zu beheben. Was aber soll man tun, wenn eine Maschine plötzlich nicht mehr funktioniert, weil ein Kabel gebrochen ist oder sich ein Stecker gelöst hat, und wenn der anwesende Techniker nicht über das nötige Fachwissen verfügt? Hier kann Augmented Reality helfen, etwa durch den Einsatz einer App, wie Teamviewer Pilot, die auf dem Smartphone installiert wird und per Kamera einen gemeinsamen Blick mit einem Experten auf das Problem ermöglicht. Der zusätzliche Vorteil von Augmented Reality liegt in den Interaktionsmöglichkeiten. Der Experte kann aus der Ferne etwa Pfeile auf dem Bildschirm einblenden, um auf eine bestimmte Stelle aufmerksam zu machen, anstatt mündliche, ungenaue Richtungsangaben zu geben. Gleichzeitig besteht weiterhin ein Sprach- und Videokanal zwischen den Teilnehmern. Mögliche Einsatzgebiete sind zum Beispiel die Installation und Reparatur von Maschinen in der Schwerindustrie oder die mobilen Kundendienste für Services vor Ort.

Der Mensch bleibt also unersetzbar – egal ob für die Überwachung, die Bedienung oder die Instandsetzung von Maschinen. Der Arbeiter wird in der Fabrik der Zukunft nicht obsolet, aber seine Rolle ändert sich, wird administrativer. Es wird immer Tätigkeiten geben, bei denen menschliches Fingerspitzengefühl und Entscheidungen benötigt werden und Kreativität erforderlich ist. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn aller Automatisierung zum Trotz können Maschinen auf unbekannte Ereignisse noch nicht angemessen spontan und kreativ reagieren. Auch die viel beschworene Künstliche Intelligenz ist davon noch weit entfernt.

* Constantin Falcoianu ist Director Business Development bei Teamviewer in 73037 Göppingen, Tel. (0 71 61) 9 72 00-60, iot@teamviewer.com

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