Oberflächentechnik

Integriertes Roboterkonzept verkürzt automatische Lackierlinien

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Eine andere Möglichkeit, dem Ausfall eines Roboters zu begegnen, liegt darin, den Lackierumfang der betroffenen Station auf die verbleibenden Roboter zu verteilen. Das ist eine Strategie, die als Degrade-Konzept bezeichnet wird und sich an der Anlagenkapazität orientiert. Ist eine vorübergehende Reduzierung der Anlagenkapazität möglich, kommt man mit der Anzahl von Robotern aus, die für eine optimale Anlagenauslastung benötigt wird. Ist das nicht der Fall, muss in die Roboterstation eine gewisse Redundanz „eingebaut“ werden.

Degrade-Konzept beim Lackieren der Außenflächen von Automobilkarossen ist Stand der Technik

Das Degrade-Konzept ist beim Lackieren der Außenflächen von Automobilkarossen heute Stand der Technik. Bei der Außenapplikation kann in der Karossrielackierung bereits auf Backup-Zonen verzichtet werden. Wie sieht es jedoch bei der Innenapplikation aus, dem Lackieren der Innenflächen? In der Innenlackierung sind die Zusammenhänge deutlich komplexer.

Dual-Rail-Konzept ermöglicht rationellen Einsatz von Lackier- und Handlingrobotern

In dieser Prozessphase kommen nicht nur Lackierroboter zum Einsatz, sondern auch Roboter für das Handling. Schließlich müssen Türen und Hauben geöffnet und wieder geschlossen werden. Bei üblichen Innenlackierkonzepten mit nur einer Verfahrschiene pro Seite sind Handlingroboter den Lackierrobotern zugeordnet. Ein gegenseitiges „Überholen“ ist nicht möglich, so dass die Roboter nicht für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden können. Diese wenig flexible, mit Nachteilen behaftete Situation wird durch ein einfaches Prinzip gelöst: die Dual-Rail-Technik von Dürr (Bild 1). Zum Einsatz kommt eine Roboterzelle mit jeweils zwei übereinander angeordneten Verfahrschienen pro Seite.

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