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Nur: Was ist mit der Applikation? Gibt es einen Zerstäuber, der gleichermaßen innen und außen eingesetzt werden kann? Mit engem und breitem Sprühstrahl? Bei hohem Auftragswirkungsgrad und hoher Lackfilmqualität? Ja, diesen Zerstäuber gibt es, zum Beispiel den Lackzerstäuber Ecobell2 HX (Bild 4). Entwicklungsbasis dafür waren die bewährten Zerstäuber Ecobell2 für die Außenlackierung und EcoBell2 HD für die Innenapplikation.
Ecobell2 HX – ein Zerstäuber für „alle Fälle“
Das Ergebnis ist ein Zerstäuber für „alle Fälle“, der nicht nur für die Karosserielackiererei geeignet ist, sondern auch für das Lackieren von Anbauteilen aus Kunststoff, zum Beispiel von Stoßfängern. Bei Stoßfängern sind typische Anforderungen einer Außen- und Innenlackierung an einem Bauteil zu erfüllen, wie das Lackieren großer Flächen und schmaler Bereiche sowie scharfer Kanten – häufig in Kombination mit einer extrem komplexen Bauteilgeometrie. Eine Applikation mit und ohne elektrostatische Unterstützung (Hochspannung) bei hohem Auftragswirkungsgrad ist dabei selbstverständlich.
Boxenkonzepte könnten die Lackierlinie ablösen
Welches Potenzial bietet der Lackzerstäuber Ecobell2 HX für die Zukunft? Ein bisschen Träumen sei an dieser Stelle erlaubt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind die meisten Lackierlinien weltweit als Linienkonzept (daher die Bezeichnung Lackierlinie) ausgeführt. Ein Applikationsschritt folgt dem nächsten. Einer der Gründe dafür aus der Vergangenheit: die unterschiedlichen Applikatoren für die einzelnen Lackaufträge – pneumatische Zerstäuber für die Innenlackierung, Hochrotationszerstäuber für den ersten Basislackauftrag, wieder pneumatische Zerstäuber für den zweiten Basislackauftrag. Diese Notwendigkeit besteht mit dem Zerstäuber Ecobell2 HX nicht mehr.
Denkbar wären nun sogenannte Boxenkonzepte, wo ein Fahrzeug komplett und automatisch in einer Station lackiert wird – mit allen Aufträgen, innen wie außen ohne Zerstäuberwechsel. Vorteile dieser Konzepte sind ein Maximum an Lackierzeit in Relation zur Gesamttaktzeit, eine Reduzierung der Farbwechselverluste sowie eine hohe Flexibilität bezüglich der Gesamtanlagenkapazität. Durch Zu- oder Abschalten einzelner Boxen ließe sich wesentlich besser auf Marktanforderungen reagieren, als es heute der Fall ist. Ist das wirklich nur ein Traum?
Dr.-Ing. Pavel Svejda ist Key Account Manager bei der Dürr Systems GmbH in 74321 Bietigheim-Bissingen.
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