Materialfluss

Intelligente Supply Chains leben von ihrer Datenqualität

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Es steht wohl außer Frage, dass die weltweite Arbeitsteilung weiter zunehmen wird. Dabei werden nach den Worten von Dr.-Ing. Michael-Ulrich Benz, Senior Industry Consultant der Teradata GmbH, Wertschöpfungsketten immer weiter im Vordergrund stehen. „Die Unternehmen, die die Wertschöpfungsketten beherrschen können, sind eindeutig im Vorteil. Unternehmen also, die in der Lage sind, Prozesse zu beherrschen. Prozesse auf Grundlage von Informationen, von Daten und von Analysen“, so Benz.

Der Wertschöpfungsanteil der Zulieferer in der Automobilindustrie wird sich Experten zufolge auf rund 80% erhöhen. Überhaupt habe man es mit einem völlig veränderten Markt zu tun: beispielsweise mit dem Downsizing der Fahrzeuge, also mehr Standard-Komponenten, die verbaut werden sollen, kleinere Fahrzeuge, die in den Markt kommen, und last but not least die Original Equipment Manufacturer (OEM), die mit geringeren Renditen zu arbeiten haben als der Zulieferer selbst.

„Der OEM hat im Prinzip die Informationen des Marktes zu koordinieren. Zunächst einmal mit seinen eigenen Prozessen, aber auch mit den Prozessen und den Restriktionen, die er gegenüber den Zulieferern hat“, erklärt Benz. Auf der einen Seite nimmt insbesondere das Wissen über die Kapazitätsdaten zu den Zulieferern hin zu — dort gibt es die entsprechenden Restriktionen.

Die große Herausforderung: Kundenbedarf und Kapazitäten aufeinander abstimmen

Auf der anderen Seite stehen die Kundenbedarfsdaten, die benötigt werden, um Produkte zu planen, beispielsweise mit Sonderausstattungen. Diese Daten nehmen natürlich zur Kundenseite hin zu. Dabei stelle sich die Gretchenfrage: Bestehen überhaupt zielgerichtete Informationen zur Planung und Kontrolle der Abläufe? Das sei laut Benz die eigentliche große Herausforderung in der Logistik — den Kundenbedarf und die Kapazitäten entsprechend aufeinander abzustimmen.

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