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Der Gebiets-Spediteur hat dann einen Konsignations-Punkt, an dem in seinem Raum eine erste Konsolidierung stattfindet und von dem aus nach Kassel gefahren wird. In einer zweiten Stufe kann dann entschieden werden, den Lkw für die nächste Zeit einen oder zwei Tage später fahren zu lassen, wenn das Sendungsaufkommen nicht ausreicht. „8 bis 10% können wir am Ende bei den Frachtkosten herausholen“, so Thiel.
Heinz Baier ist Head of Business Unit After Sales bei der T-Systems Enterprise Services GmbH in Leinfelden-Echterdingen. Sein Unternehmen hat den Auftrag, die Top-400-Kunden der Deutschen Telekom mit deren gesamtem Produktportfolio zu versorgen. Baier konzentriert sich dabei auf die Informations- und Kommunikations-Technologie für das After-Sales-Geschäft.
After-Sales-Bereich der Automobilindustrie befindet sich im Dornröschenschlaf
Er stellt die These auf, dass sich der After-Sales-Bereich in der Automobilindustrie in einem Dornröschenschlaf befindet. Bisher habe der Fokus der Automobilhersteller ganz klar auf Entwicklung, Produktion und Verkauf gelegen. Anhand der Absatzrückgänge im Markt sei aber klar ersichtlich, dass die Bedeutung des After-Sales-Geschäftes für die OEM größer werde. Das Problem dort: Immer mehr Fahrzeuge gingen heraus aus der OEM-eigenen Vertriebsorganisation hin zu freien Werkstätten und unabhängigen Partnern.
Nicht zugängliche Informationen aus unterschiedlich gehaltenen IT-Quellen
Dabei kommen im After-Sales-Bereich enorm viele Informationen hoch, die einfach nicht zum OEM rückversorgt würden. „Es kommen viele Informationen von den Produkten aus der Fläche. Dort treffen wir auf das Thema der fehlenden IT-Systeme, der vielen IT-Quellen, die unterschiedlich gehalten, aber nicht übergreifend zugänglich gemacht werden, um als Unternehmen daraus zu lernen“, so Baier.
Dabei hätten die OEM vier Bereiche zur Verfügung, um an die für sie wichtigen Informationen heranzukommen: klassisch über den Bauzustand des Fahrzeuges selbst, über die Rückdokumentation (nachträgliche Einbauten), über die Diagnose des Service-Betriebs sowie durch die Garantie-Informationen, die der OEM sammle. Auch Navigationsgeräte stellen Baiers Meinung zufolge künftig eine wichtige Datenquelle dar.
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