Ein Angebot! Jindal Steel will Thyssenkrupp Steel kaufen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Eine, wie es heißt, überraschende Aktion aus Indien lässt aufhorchen. Denn der Stahlkonzern Jindal Steel International will Thyssenkrupp Steel kaufen. Es liege ein unverbindliches Angebot vor.

Thyssenkrupp, der Mutterkonzern der Stahlsparte Thyssenkrupp Steel, wurde jetzt von einem Angebot aufgerüttelt, das aus Indien kommt. Es geht um nichts weniger, als dass Jindal Steel International den Stahlsektor kaufen will ...(Bild:  dpa)
Thyssenkrupp, der Mutterkonzern der Stahlsparte Thyssenkrupp Steel, wurde jetzt von einem Angebot aufgerüttelt, das aus Indien kommt. Es geht um nichts weniger, als dass Jindal Steel International den Stahlsektor kaufen will ...
(Bild: dpa)

Über das Angebot von Jindal Steel International informiert hat zunächst die Konzernmutter Thyssenkrupp. Man will dieses Angebot demnach auch intensiv prüfen. Die Konzernführung will dabei vor allem auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, die Fortführung der grünen Transformation sowie auf die Beschäftigung an den Stahlstandorten achten, heißt es weiter. Wer es nicht weiß: Thyssenkrupp Steel gehört zu 80 Prozent zum Industriekonzern Thyssenkrupp und beschäftigte Ende Juni knapp 26.000 Mitarbeiter. Die übrigen 20 Prozent gehören zur EP Group des tschechischen Unternehmers Daniel Kretinsky. Außer Stahl gehören auch der Marineschiffbau (TKMS), Autoteile, Werkstoffe und Anlagenbau zu Thyssenkrupp. Ein Sprecher der EP Group wollte die Nachricht aber nicht kommentieren.

Aktien-Plus kann Verhandlungsposition stärken

Jindal Steel verspricht in einer Mitteilung, dass eine Kombination aus finanzieller Stärke, globaler Stahlkompetenz und einer klaren Vision für die Dekarbonisierung sowie eine wettbewerbsfähige Stahlproduktion in Deutschland das Ziel des Kaufs ist. „Wir glauben an die Zukunft einer grünen Stahlproduktion in Deutschland und Europa und wollen deshalb auch investieren“, kommentierte Jindal-Europadirektor Narendra Misra. Geplant sei, Thyssenkrupp Steel zum größten integrierten sowie klimafreundlichen Stahlhersteller Europas zu machen. Auch der Gesamtbetriebsrat der Stahlsektors blicke positiv auf den Vorstoß der Inder. Die nordrhein-westfälische Landesregierung sei ebenso aufgeschlossen. Die Thyssenkrupp-Aktien sprangen am frühen Nachmittag an und schossen mehr als vier Prozent ins Plus, wie angemerkt wird. Das könnte Thyssenkrupp die Verhandlungsposition stärken. Jetzt ticken die Uhren für erste Gespräche.

(Jindal beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter auf drei Kontinenten. Jährlich würden rund sieben Millionen Tonnen Stahl erzeugt. Jindal betreibt in Indien außerdem zwei Kohlekraftwerke und besitzt sowohl Eisenerzminen als auch Kohlelagerstätten.)

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