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Gründungsfinanzierung und Venture Capital unterstützen
Ohne Gründungsfinanzierung und Venture Capital gäbe es praktisch keine Startups – auch keine nachhaltig wachsenden im Maschinenbau. Die staatliche KfW-Bank sieht sich daher berufen, die Gründungstätigkeit zu unterstützen. Sie rechtfertigt dies damit, dass die Existenzgründer einen wichtigen Beitrag zur volkswirtschaftlichen Entwicklung leisten. Mit ihrem Mut zur Selbstständigkeit hielten sie nicht nur den Effizienzdruck auf bestehende Unternehmen hoch, sondern befeuerten auch die technologische wie industrielle Entwicklung und schafften zudem neue Arbeitsplätze.
Wolfram Schweickhardt von der KfW-Bank weist allerdings darauf hin, dass sein Geldinstitut keine speziellen Hilfen für Startups im Maschinenbau bietet: „Die Förderprogramme der KfW sind grundsätzlich Branchen unabhängig, d.h. es gibt keine KfW-Programme, die sich ausschließlich oder schwerpunktmäßig an den Maschinenbau richten."
Gezielte Förderung – freilich nicht direkt finanzieller Art – erfährt die industrielle Gründerszene in diesem Jahr jedoch von anderer Stelle: Die Hannover-Messe, weltweit wichtigste Industriemesse, hat für junge Industrieunternehmen im Hightech-Segment den Ausstellungsbereich „Young Tech Enterprises“ eingeplant. Industrie-Startups aus Gebieten wie Maschinenbau, Internet der Dinge, Automation oder industrielle Zulieferung erhalten hier eine internationale Bühne, auf der sie sich potenziellen Investoren, Kunden und Partnern präsentieren können.
Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, begründet die Entscheidung: „Innovation und Geschwindigkeit sind entscheidende Erfolgskriterien in der Industrie. Diese Fähigkeiten besitzen junge Unternehmen, aber häufig fehlt es ihnen an Geschäftserfahrung, Finanzierung und Strategie.“ Der Bereich Young Tech Enterprises biete den Startups daher auch hervorragende Vernetzungschancen und Beratung.
Startups aus dem Bereich des Maschinenbaus
Den Gründern im Industriebereich eine ansehnliche Plattform für die Vorstellung ihrer Innovationen zu geben, ist eine sinnvolle Aufgabe, denn ihre Aktivitäten sind im Vergleich zu denen der Startups, die sich im Bereich Social Media tummeln, doch recht verhalten. Selbst auf der Homepage des Bundesverbands Deutsche Startups ist es schwierig, ein junges Unternehmen zu finden, das dem Maschinenbau zugerechnet werden kann.
Eines dieser Startups firmiert unter dem Namen „verlinked“ und positioniert sich als Softwarehaus für innovative M2M-Lösungen. Seine Zielgruppe sind Firmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und industrielle Automatisierung. Die Geschäftsidee basiert darauf, dass neue Konzepte zur Maschinen-System-Integration eine Kernherausforderung der modernen IT für die Industrie 4.0 sind. Ziel ist eine flexible Überwachung und Steuerung der Produktion nach sich rasch verändernden Anforderungen. „Mit dem Machine-Service-Bus haben wir ein modernes Konzept zur Integration von Maschinen und Anlagen mit höheren IT-Systemen entworfen“, berichten die Gründer Fabian Christ und Benjamin Nagel stolz.
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