SPS/IPC/Drives 2008 KEB präsentiert neues Mehrachs-Antriebssystem

Mit Combivert H6 hat KEB ein neues Antriebssystem für Mehrachsanwendungen entwickelt. Die modular aufgebaute Gerätefamilie ist zugeschnitten für Applikationen, in denen mindestens drei Antriebe im Verbund arbeiten. Beispiele dafür sind Robotik- und Handlingssysteme, Verpackungsmaschinen, Regalbediengeräte oder Bearbeitungszentren für Holz, Metall und Kunststoff.

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Komfortable Handhabung, kompakte Bauform, leichte Skalierbarkeit in Funktion und Leistung, DC-Zwischenkreisverbund sowie integrierte Sicherheitstechnik schaffen die Grundlage, um damit intelligente Mehrachs-Antriebssysteme maßgeschneidert zu realisieren. Das Steuerungsmodul lässt sich dafür als Soft-SPS in den Sprachen der IEC 61131-3 frei programmieren und beinhaltet für die Ethernet-basierte Echtzeitkommunikation einen Ethercat-Feldbusmaster.

Versorgung, Regelung, Steuerung, Rückspeisung: Sämtliche Module sind in Höhe und Tiefe identisch, die Gehäusebreiten vergrößern sich entsprechend der Leistung in klaren Sprüngen. Deshalb lässt sich mit diesem System erheblich Platz im Schaltschrank einsparen. Damit die Leistungsteile und Kondensatoren angesichts einer möglichst langen Lebensdauer auch unter Volllast einen „kühlen Kopf“ behalten, stattet KEB Combivert H6 mit so genannten „Flat-Rear-Kühlplatten“ aus. Sie führen die Verlustwärme der wie in einem Bücherregal aneinander gereihten Module auf direktem Weg über durchzusteckende Summenkühler aus dem Schaltschrank heraus.

Ein weiteres Highlight auf dem KEB Messestand sind die neuen Varianten der Umrichterserie Combivert F5, die das präzise Regeln von Synchron- und Asynchronmotoren ohne Rückführung bis zu einer Leistung von 800 kW ermöglichen. Die echte Feldorientierung ohne Encoder (Sensorless Closed Loop) wurde möglich durch modernste Simulationstechniken, die ihrerseits als neue Regelalgorithmen in die Gerätesoftware eingeflossen sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: exakte Drehzahl- und Drehmomentcharakteristik mit sinkenden Kosten durch den Wegfall von Gebern, Interfaces und Kabeln. Ferner soll sich die Betriebssicherheit erhöhen, weil keine potenziellen Störquellen das Gebersystem beeinflussen können.

Dabei steigen auch die Einsatzmöglichkeiten, dann nämlich, wenn höchste Drehzahlen oder Drehmomente – zum Beispiel bei Spindel- oder Torqueantrieben - den Einsatz von Encodern aus mechanischen Gründen zu einer kritischen Größe werden lassen, heißt es weiter.

Karl E. Brinkmann GmbH auf der SPS/IPC/Drives 2008: Halle 4, Stand 360

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