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Reinigen/Entgraten Keramikbürsten sorgen für saubere und gratfreie Oberflächen

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Entgraten und Finishen sollen vor allem schnell und günstig ablaufen, dennoch sind die Qualitätsanforderungen der Kunden einzuhalten. Um die beiden Prozesse in einem Arbeitsgang bei hoher Schleifleistung, gleichbleibender Performance und gutem Finish durchführen zu können, bieten sich Keramikbürsten an.

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Bild 1: Vom Entgraten und Kantenverrunden bis hin zum Polieren lassen sich die Keramik-Faserbürsten für viele Zwecke einsetzen.
Bild 1: Vom Entgraten und Kantenverrunden bis hin zum Polieren lassen sich die Keramik-Faserbürsten für viele Zwecke einsetzen.
(Bild: Kempf)

Das Entgraten und Abrunden von Werkstückkanten sowie das Schleifen, Polieren und Säubern von Werkstückoberflächen sind die Einsatzgebiete der Keramikfaserbürsten von Kempf. Sie bestehen aus abrasiven Fasern, die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurden. Rund 1000 Keramikfasern mit einem Durchmesser von 5 bis 25 µm bilden einen einzelnen Faserstab. Werden diese Stäbe zu einer Bürste gebündelt, entstehen Pakete mit 1000 Schneidkanten in jeder Borste.

Die flexiblen Faserstäbe passen sich während der Bearbeitung der Oberfläche an, sodass sich die geometrische Form des Werkstücks nicht verändert. Die Bürste ist von einer Hülse umfasst. Mit ihr können die Faserstäbe eingestellt werden. Je länger der Überstand aus der Hülse, umso flexibler ist die Bürste.

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Keramikfaserbürsten eignen sich für die Trocken- und die Nassbearbeitung

Rückstände auf der zu bearbeitenden Oberfläche stellen nach Angaben des Anbieters kein Problem dar. Die Bürsten eignen sich nicht nur zur Entgratbearbeitung und Kantenverrundung, sondern ebenso zum Entzundern, Säubern und Polieren der Oberfläche. Die Keramikfasern sind bis 150 °C temperaturbeständig und können sowohl für die Trocken- als auch für die Nassbearbeitung eingesetzt werden.

Mit den drei Varianten der Keramikfaserbürste, rot, weiß und blau, bietet Kempf nach eigenen Angaben für jede Anwendung ein Werkzeug. Die rote Bürste (A11) eignet sich für die Bearbeitung von Aluminium, für die Feingratbearbeitung sowie das Schleifen und Polieren von Oberflächen. Sie ist elastisch und flexibel. Die weiße Bürste (A21) ist abrasiver als die rote und besteht aus mehreren Filamenten. Das prädestiniert sie für das umfangreiche Entgraten von Aluminiumguss- und Stahlwerkstücken. Durch die nochmal erhöhte Schleifleistung sind schwer zerspanbare Materialien das Einsatzgebiet der blauen Bürste (A31).

Entgraten die Bürsten unter gleichen Bedingungen, trägt die weiße Bürste doppelt so viel ab wie die rote und die blaue sogar viermal so viel. Zum Beispiel trägt beim Bearbeiten einer Aluminiumlegierung (A5052) mit Drehzahl 4000 min-1, Vorschub 2400 mm/min und Schnitttiefe 1 mm die rote Bürste 1 bis 1,5 µm pro Arbeitsgang, die weiße 2 bis 3 µm und die blaue 4 bis 6 µm ab.

Werkstücke bis 57 HRC Härtegrad lassen sich mit Keramikfaserbürsten entgraten

Die Bürsten entgraten Werkstücke mit Härtegraden bis 57 HRC, etwa Bauteile für Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, für die Automobilindustrie sowie Maschinenbauteile. Wichtig ist nur, dass der Grat an der Kante der Oberfläche oder Tangente liegt, damit die Spitze der Bürste vertikal und konstant in Kontakt mit der zu entgratenden Fläche ist.

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