Ventil Koaxialventil mit geringem Wartungsaufwand

Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Durch Ventile verursachte Stillstandszeiten sind teuer und kosten Zeit. Ein neues Koaxialventil erreichte nun im Feldtest über 1 Mio. Schaltspiele. Bei der Wartung sind Einsparungen möglich, denn sie kann ohne Ausbau des Ventils erfolgen; beim Tausch des Dichtelements muss das Ventil nicht entnommen werden.

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Bild 1: Einsatz der Koaxialventile auf der zentralen Fluidplatte einer Werkzeugmaschine: Die Wartungsfreundlichkeit ermöglicht den Austausch des Ventilsitzes in wenigen Minuten.
Bild 1: Einsatz der Koaxialventile auf der zentralen Fluidplatte einer Werkzeugmaschine: Die Wartungsfreundlichkeit ermöglicht den Austausch des Ventilsitzes in wenigen Minuten.
(Bild: Hillinger+Partner)

Im Maschinenbau, beispielsweise bei Kühlmittelsteuerungen von Werkzeugmaschinen, haben sich die Betreiber oft an Stillstandszeiten gestört, die durch Ventile verursacht wurden. Eine patentierte Neuentwicklung der Marke AS bei elektromagnetischen und pneumatischen Koaxialventilen soll nun Kosten bei der Wartung einsparen. Mehr als 1 Mio. Schaltspiele bei leicht verschmutzten Medien werden erreicht. Außerdem ist die Wartung ohne Ausbau des Ventils durchführbar.

Die Vorteile von Ventilen mit koaxialer Bauweise sind vielfältig. Sie schalten schnell und die Schaltzeiten sind reproduzierbar. Der Einsatzbereich reicht von Flüssigkeiten, Dampf und Gasen bis hin zu hochviskosen Medien, Fetten, Ölen oder Kältemittel. Die Ventile sind relativ unempfindlich bei Verschmutzungen und eignen sich auch für aggressive Medien. Die niedrigen Herstellungskosten, die hohe Lebensdauer und die geringen Wartungskosten unterstreichen ihre Wirtschaftlichkeit. Verfügbar sind die Ventile mit diversen Anschlussarten sowie 2/2- und 3/2-Wege-Bauformen. Problematisch kann ihr Einsatz bei Medien werden, die harte Beläge bilden. Zudem überträgt sich die Wärme vom Medium in den Antrieb.

Dichtkörper ist jetzt drehbar und kugelförmig gestaltet

Für das neue Produkt wurde der Dichtkörper überarbeitet. Er ist jetzt keine Dichtscheibe (oft aus PTFE gefertigt) mit einem ausgangsseitigen Konus, um den Kv-Wert zu erhöhen. Statt dessen entstand ein drehbarer, in der Mitte kugelig geformter Dichtkörper, der aus Kunststoff oder elastomerüberzogenem Metall gefertigt ist. Er kann seitlich entnommen werden.

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