S.A.T.

Konsequenter Verzicht auf Papier reduziert Produktionszeit um 20 %

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Dafür sollte die Angebotserstellung sowie die Fertigungs- und Montagekalkulation vereinfacht automatisiert werden. Die Auftragsabwicklung sollte durch papierlosen Datentransfer verkürzt werden.

Alle nötigen Informationen sind papierlos jederzeit verfügbar

Was ursprünglich als Optimierung der werksinternen Kommunikation gedacht war, entpuppte sich in der Anwendung bei S.A.T. als überaus großer Vorteil für die Kunden. Zu Beginn waren alle erstaunt, wie viel Information in Papierform in einer modernen Produktion zu finden ist: angefangen bei der Schaltschrankplanung über die Fertigung und Dokumentation bis hin zu Wartung und Service. Dabei liegen die meisten Informationen doch bereits in elektronischer Form vor.

Die Herausforderung bei dem Projekt bestand darin, alle erforderlichen Informationen für sämtliche Prozesse und zu jeder Zeit für alle Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Die fehleranfällige, zeitintensive manuelle Übertragung von Daten von einem Papier in das System musste abgeschafft werden.

Sammeln und Auswerten aller fertigungsrelevanten Daten

Bereits vor 20 Jahren entwickelte S.A.T. ein eigenes Betriebswirtschaftssystem (BWS), das an die spezifischen Anforderungen der Fertigung von Steuerungs- und Automatisierungstechnik angepasst ist. Das digitale Qualitäts-Management-System (QMS) ist seit dem Jahr 2003 im Bereich der Organisationsoptimierung erfolgreich im Einsatz und mit dem BWS verbunden. Was für eine papierlose Fertigung fehlte, waren eine geeignete Kommunikationsstrategie und die entsprechende Integrationsplattform, um alle Daten zentral auf einem Server zu verwalten.

Weil eine solche Integrationsplattform noch nicht existierte, beantragte das Zülpicher Unternehmen im Jahr 2009 eine Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Das genehmigte und bezuschusste Forschungsprojekt mit der Bezeichnung „Konzeption, Entwicklung einer ‚papierlosen’, serverbasierten Schaltschrankerstellung und -dokumentation“ wurde nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Ziel war das Koordinieren und Auswerten aller fertigungsrelevanten Daten, um die Prozesse besser steuern und mögliche Fehler sehr früh im Prozess erkennen oder ganz vermeiden zu können. Im Mai 2011 war schließlich bei S.A.T. der offizielle Startschuss für die papierlose Fertigung (Bild 3).

Informationsvermittung über elektronische Arbeitslisten

Eingehende Kundenanfragen werden nun in dem Ursprungsmodul des BWS als Auftrag angelegt, bekommen eine Nummer zugewiesen und werden an das QMS weitergegeben. Alle zugehörigen Dokumente werden in einem separaten Auftragsordner abgelegt, jeweils als Kategorie „Kunde“ oder „Lieferant“. Das QMS verwaltet die Dokumente zentral auf dem Server, inklusive der entsprechenden E-Mails samt Anhängen. Dokumente, die nicht elektronisch vorliegen, werden gescannt und zugeordnet.

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