S.A.T. Konsequenter Verzicht auf Papier reduziert Produktionszeit um 20 %
Die Einführung einer papierlosen Fertigung bei einem Spezialisten für Automatisierungstechnik verbesserte die Qualität. Der Produktionsablauf konnte um bis zu 20 % beschleunigt werden. Dazu hat jeder Fertigungsmitarbeiter einen eigenen mobilen Werkstattwagen, der über WLAN mit dem Terminalserver verbunden ist.
Anbieter zum Thema

Papier ist zwar geduldig, doch im produzierenden Gewerbe zählen Schnelligkeit und Übersicht. Die S.A.T. GmbH Steuerungs- und Automatisierungstechnik aus dem rheinischen Zülpich hat eine IT-Lösung entwickelt, die ganz auf Papier verzichtet. Die papierlose Fertigung ist nun erfolgreich eingeführt und es zeigt sich, dass sie die Effizienz, Transparenz und Sicherheit der Prozesse steigert. Auch den Kunden bietet die papierlose Fertigung entscheidende Vorteile. So konnte die Qualität verbessert und der Produktionsablauf um bis zu 20 % beschleunigt werden (Bilder 1 und 2).
Steigende Qualitätsanforderungen erhöhen Dokumentationsaufwand
Steigende Anforderungen an Produktivität, Fertigungsgenauigkeit und Flexibilität erhöhen den Aufwand für eine effiziente und sichere Fertigungssteuerung. Bei der Steuerungs- und Automatisierungstechnik können die zunehmenden Anforderungen fast ausschließlich über individuelle Sonderlösungen realisiert werden. Doch nicht nur die kundenspezifischen Steuerungen werden somit umfassender und unübersichtlicher. Komplexer wird dadurch auch die Angebotserstellung, Entwicklung und Konstruktion, Auftragsdisposition und -abwicklung sowie Dokumentation.
In der Fertigung von Schaltschränken bei S.A.T. bekamen die Mitarbeiter bisher alle Auftragsdaten in Papierform. Aus den oft über 600 Seiten dicken Auftragsordnern, bestehend aus Stromlaufplänen, Stück- und Kabellisten, Klemmenplänen, Arbeitsvorgaben und so weiter, kopierten sich die Mitarbeiter die für sie relevanten Pläne. Das war zeit- und kostenintensiv. Anpassungen und Korrekturen, die sich während der Fertigung ergaben, wurden von den Mitarbeitern direkt in die Pläne eingetragen.
Für S.A.T. war es in der Vergangenheit äußerst aufwendig, einen Überblick über den tatsächlichen Fertigungsstand eines Auftrages zu bekommen. Die abschließende, geänderte Dokumentation war häufig unübersichtlich.
Zu viel Papier in der Produktion
S.A.T. stellt passgenaue Lösungen sicher. Bais dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden. Die direkte Einbindung der Kunden ermöglichte es, Kundenwünsche zu integrieren und erfolgreich umzusetzen. Doch kann eine unübersichtliche und unflexible Fertigung auf Basis von Begleitzetteln und Papierformularen den steigenden Anforderungen mittelfristig nicht standhalten.
Bei S.A.T. hatte man daher beschlossen, in der Fertigung ganz auf Papier zu verzichten. Ziel war es, ein System zu entwickeln, das den Daten- und Informationsfluss in der Kette „Kunde – Schaltschrankbau – Zulieferer“ vereinheitlicht.
(ID:34551010)