PLM

Kontinuierliche Weiterentwicklung der Fertigungsstrukturen nötig

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Da die Auswirkungen dieser Kräfte je nach Unternehmensgröße, nach Branche oder Region, aber auch nach Unternehmensfunktion unterschiedlich sind, ist in jedem Unternehmen eine genaue individuelle Analyse der Einflussgrößen unerlässlich. Beispielsweise wurde die Verlagerung der Märkte von Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau mit 74 % wesentlich wichtiger bewertet als vom Durchschnitt.

Optimierung von Strategie und Planung wird größere Bedeutung zukommen

Wie wollen die Unternehmen nun diesen Herausforderungen begegnen? Welche Maßnahmen und Lösungsansätze sehen die Führungskräfte, um die strategische Transformation zu mehr Wettbewerbsfähigkeit zu vollbringen? Von den Befragten gehen 68 % davon aus, dass die Geschäftsabläufe in den nächsten drei Jahren substanziell überarbeitet werden müssen. Der wichtigste Ansatz ist dazu laut Befragung eine stärkere Konzentration und neue Koordination der Strategie- und Planungsaktivitäten für Produkte, für Service und für Fertigung/Lieferantennetz (Bild 3). Die Aufwertung von Strategie und Planung verspreche eine größere Ertragssteigerung, als eine weitere Optimierung der betrieblichen Fertigungsabläufe. Denn bei den Fertigungsabläufen sehen durch die konzentrierten Bemühungen der letzten 50 Jahre 52 % (in 3 Jahren: 71 %) das Einsparpotenzial bereits als ausgereizt an.

Gerade die Vergangenheit hat allerdings auch gezeigt, dass der Status quo immer eine Momentaufnahme ist und technische Innovationen die Betriebsabläufe leicht auf einen neuen Effizienzlevel heben können. In jedem Fall sind für 65 % (in drei Jahren 71 %) der Führungskräfte optimierte Fertigungsprozesse und Betriebsabläufe eine Grundvoraussetzung, die jeder Marktteilnehmer für den erfolgreichen Markteintritt vorweisen muss (Bild 4). Die Betriebsabläufe bieten somit langfristig kaum noch die Möglichkeiten zur Differenzierung als Alleinstellungsmerkmal, die sie in der Vergangenheit hatten.

Mehr als zwei Drittel der Befragten will Kundenpräferenzanalysen einführen

Eine ganze Reihe von Maßnahmen wird in der Studie unter der Überschrift Strategie- und Planungsprozesse angeführt. Als Reaktion auf die immer individueller werdenden Kundennachfragen wollen mehr als zwei Drittel der Befragten Kundenpräferenzanalysen einführen. Mehr als die Hälfte sieht die Entwicklung vernetzter beziehungsweise „intelligenter“ Produkte zur Schaffung eines Feedback-Kreislaufs für die Kundendaten. Und nochmals fast die Hälfte plant sogar, zum besseren Bedienen der Anforderungen der Kunden auf neuen Wachstumsmärkten eine Produktion vor Ort aufzubauen.

Um proaktiv auf Markttrends reagieren zu können, wird die strategische Planung einer engeren Koordination zwischen Entwicklung, Produktion und Service in den nächsten drei Jahren auf 73 % steigen. Dazu soll ein Feedback aus dem Service für eine direkte Produktverbesserung eingerichtet werden (von 52 auf 65 %) (Bild 5). Als weitere Methoden für eine engere Koordination wird sich in den nächsten drei Jahren die globale Produktentwicklung durch geografisch verteilte Entwicklerteams verdoppeln, ebenso wie das Systems Engineering um 59 %, das globale Portfolio-Management um 50 % und globale Produktplattformen, bei denen eine anpassbare Produktfamilie auf einer allgemeinen Plattform basiert, um 49 % zulegen sollen.

(ID:42558760)