KSS-Feinstfiltration Kosten aus KSS herausfiltern

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die Betriebskosten von Kühlschmiermitteln beim Werkzeugschleifen übersteigen oft die Aufwendungen für Schleifwerkzeuge. Werkzeughersteller, die an dieser Stellschraube ansetzen, können bares Geld sparen.

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Beim Schleifen von HM- und HSS-Werkzeugen in großindustriellen Dimensionen lohnen sich Großfilter- beziehungsweise Zentralanlagen von Vomat zum Reinigen verschmutzter Schleiföle.
Beim Schleifen von HM- und HSS-Werkzeugen in großindustriellen Dimensionen lohnen sich Großfilter- beziehungsweise Zentralanlagen von Vomat zum Reinigen verschmutzter Schleiföle.
(Bild: Vomat)

Zum Schleifen moderner Zerspanwerkzeuge müssen alle Parameter, die am Herstellungsprozess beteiligt sind, optimal aufeinander abgestimmt sein. Nur so können Bohrer oder Fräser in der gleichbleibend hohen Qualität prozesssicher in Serie produziert werden, die die Industrie erwartet. Ein wichtiger Mosaikstein ist dabei die Feinstfiltrationstechnologie. „Sie muss nicht nur sehr hohe Reinheit der Medien über eine lange Zeit gewährleisten, sondern auch optimal an den jeweiligen Workflow in Kapazität und Leistungsfähigkeit maßgeschneidert sein. Darüber hinaus muss sie so flexibel konfigurierbar sein, um bei Produktionserweiterungen problemlos mitzuwachsen. Das bietet von vorneherein großes Potenzial, die laufenden und kommende Fertigungskosten zu senken“, sagt Steffen Strobel, technischer Vertriebsleiter bei Vomat.

Die Feinstfiltration von KSS ist ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor beim Werkzeugschleifen – um ein hohes Produktions- und Qualitätsniveau zu realisieren, aber auch, weil sie enorme Rationalisierungspotenziale bietet. In vielen Studien wie auch Empfehlungen, beispielsweise der VDI-Richtlinie 3397, Blatt 2, wird die erfolgreiche KSS-Pflege als wesentlicher Faktor beschrieben, die Produktionskosten zu senken.

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Für größtmöglichen Erfolg gilt: Je sauberer und feiner gefiltert wird, desto besser wird die Fertigungsqualität, und die KSS können über lange Zeit im System verbleiben. Dadurch machen sie den Schleifprozess wirtschaftlicher.

Steffen Strobel

So halten die Schleifwerkzeuge länger, und es können mit einer Scheibe mehr Bohrer oder Fräser geschliffenen werden. Darüber reduzieren sich unter anderem die Stillstandszeiten der Schleifmaschine, da die Schleifscheiben nicht mehr so oft gewechselt und eingestellt werden müssen. KSS, die nicht mehr so oft gewechselt werden müssen, tragen darüber hinaus nicht nur zur Reduktion von Nebenzeiten bei, sondern senken auch die Kosten in der Anschaffung, beim Lagern, beim Recyceln und beim Energieverbrauch.

Der Filtrationsspezialist Vomat stellt von der Einzelanlage bis hin zum großindustriellen Zentralsystem Anlagen bereit, die bedarfsgerecht und modular aufgebaut sind. Daher können sie haargenau an die jeweiligen aktuellen Bedürfnisse von Werkzeugschleifereien hin konfiguriert werden. Dabei sind die Anlagen so ausgelegt, dass Vomat sie bei sich verändernden Bedingungen in den Unternehmen schnell und problemlos technisch und kapazitätsgerecht anpassen kann.

Schmutz- und Sauberöl zu 100 %trennen

Vomat FA-Einzelanlagen 70 bis 960 l/min sowie kundenspezifische Zentralfiltersysteme sind leistungsfähige Filtrationslösungen, die alle technischen und qualitativen Herausforderungen meistern. Zum Einsatz kommen Hochleistungsanschwemmfilter mit langen Wartungsintervallen. Die Trennung von Schmutz- und Sauberöl beträgt hier 100 %. Die spezielle Filtertechnologie sorgt dafür, dass während des bedarfsgerechten Filterns und Rückspülens weiterhin sauberes Öl in der Qualitätsklasse NAS 7 (3-5 µm) zur Verfügung gestellt wird. Die Kühlleistung liegt bei 9 bis 100 kW bei einer Regelgenauigkeit von +/- 0,2 K.

Verringerter Wartungsaufwand und weniger Maschinenstillstandzeiten

Durch die Vomat Filtrationstechnologie spart der Werkzeugschleifer im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren deutlich an Kosten ein. Denn sind die Vomat-Filter optimal an die Kapazitäten angepasst, wird kein kW Strom zu viel verbraucht, weniger Wartungsaufwand betrieben und durch die kompakte Bauweise kein wertvoller Produktionsplatz verschenkt. Darüber hinaus wird das Entsorgungsvolumen bei kleinstem Ausschleppverlust auf ein Minimum reduziert. Da die Kühlschmiermittel nun bei höchster Reinheit deutlich längere Standzeiten haben, verringern sich der Wartungsaufwand sowie die Maschinenstillstandzeiten.“

Bei Bedarf können Standardfilter mittels unterschiedlicher Zusatzmodule, wie etwa frequenzgeregelte Maschinenversorgungspumpen oder interne und externe Vorfilter sowie spezielle Anlagenkühler, den gestiegenen beziehungsweise geänderten Anforderungen angepasst werden. Ebenso lassen sich individuelle Anlagenkonfigurationen bis hin zur großindustriellen Zentralanlage mit optimalen Kühl- und Entsorgungskonzepten in den jeweiligen Workflow integrieren. Steffen Strobel: „Auch bei Neuerungen im Produktionsablauf stellt der Kunde mit unserer Hilfe sicher, dass die Kühlschmiermittelfilterung auf aktuelle Gegebenheiten angepasst bleibt.“

Neben den FA-Feinstfiltrationsanlagen stellt Vomat zur Filtration von wasserbasierenden KSS, Emulsionen und Schleifölen den Unterdruckbandfilter UBF bereit. Mit dem UBF lassen sich Eisen- und Nichteisenlegierungen, Hartmetalle, Scheibenabriebe, Bindemittel et cetera aus modernen Kühlschmierstoffen – wie eben etwa wasserbasierende Medien – ohne Vorabscheidesystem mit hoher Filterleistung und Filterfeinheit von 10 bis 30 µm herausfiltern.

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