Fakuma 2008 Krauss-Maffei macht radikalen Schnitt bei elektrischen Spritzgießmaschinen
Krauss-Maffei vollzieht einen radikalen Schnitt in der Maschinenkonzeption: Bei der neuen elektrischen Spritzgießmaschine AX hat der Münchener Kunststoffmaschinenhersteller nicht die etablierte Zwei-Platten-Technik umgesetzt, sondern eine Fünf-Punkt-Kniehebel-Schließeinheit installiert. Ausschlaggebend dafür ist die gewünschte Marktpositionierung der Spritzgießmaschine.
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Auf der Messe Fakuma 2008 wird die Spritzgießmaschine den europäischen Spritzgießern als kostengünstiges Einstiegsmodell zum Kunststoff-Spritzgießen auf elektrischen Maschinen präsentiert – und als einmaliges Ergebnis einer deutsch-japanischen Zusammenarbeit. Erstmals war mit Toshiba Machine ein japanischer Maschinenbauer an der Entwicklung einer deutschen Spritzgießmaschine beteiligt.
Energieeffizienz ist auch bei Spritzgießmaschinen Trumpf
Aus Japan wird künftig die Grundmechanik des Kniehebel-Systems für die Krauss-Maffei-Maschine kommen. Alles andere ist „Made in Germany“, wie die Plastifiziereinheit sowie das Antriebspaket, das mit wassergekühlten Motoren und Rückführung der Bremsenergie ins elektrische Netz eine erste Antwort auf die steigenden Energiepreise in Europa bietet.
Eine zweite Antwort liefert die präzise Wälzlagerführung. Sie ermöglicht, die Reibung der beweglichen Werkzeugaufspannplatte im Vergleich zur Gleitführung deutlich zu reduzieren. Mit diesen Maßnahmen soll der Energieverbrauch bis zu 75% niedriger sein als bei einer konventionellen hydraulischen Spritzgießmaschine gleicher Größe. Der Maximalwert wurde im Rahmen eines Vergleichtests bei Trockenlauf ermittelt.
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