Die Messe PU in Nanjjing Krauss-Maffei setzt auf faserverstärkte Kunststoffe
Krauss-Maffei präsentiert auf der PU China in Nanjing, vom 10. bis 12. September 2013, sein umfangreiches maschinen- und verfahrenstechnisches Know-how für Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen und Polyurethan. Das Unternehmen zeigt verschiedene Struktur- und Sicht-Bauteile, die mit Krauss-Maffei-Technik produziert wurden.
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Seit vielen Jahren beschäftigt sich Krauss-Maffei mit den unterschiedlichen Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe. Heute reicht das Maschinen- und Werkzeugtechnik-Portfolio vom Spritzgießen kurzglasfaserverstärkter Teile bis zu hochfesten Leichtbauteilen mit einer komplexen Gewebestruktur in einer reaktiven Matrix, wie Erich Fries, Leiter der Business Unit Composites/Surfaces des Segments Reaktionstechnik bei KraussMaffei, betont. Die Kompetenz über alle Leichtbautechnologien seien in dem Segment jetzt prozessübergreifend gebündelt. Was das Unternehmen von anderen unterscheidet ist, dass es den Kunden entlang der gesamten Prozesskette kompetent und partnerschaftlich unterstützt, so Fries. Anlässlich der PU China zeigt Krauss-Maffei exemplarisch verschiedene Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen, die nicht nur leicht und fest sind, sondern auch mit der für Bauteile, die im Sichtbereich zum Einsatz kommen, gewünschten Oberflächengüte hergestellt werden können.
LFI-Verfahren stärkt großflächige Bauteile
Wenn es um großflächige Bauteile für LKW und Landmaschinen geht, dann eignet sich besonders das LFI (Long Fiber Injection) Verfahren, bei dem ein Gemisch aus langen Glasfasern und PUR (Polyurethan) robotergesteuert in ein offenes Werkzeug gegeben wird. Nach Schließen des Werkzeuges reagiert das Gemisch zum harten, gebrauchsfertigen Bauteil aus. In Nanjing zeige man ein auf diese Weise hergestelltes GFK-Dachmodul für eine Erntemaschine und eine Instrumententafel. Außerdem wird anhand eines Dachmoduls für einen Sportwagen das Resin Transfer Molding (RTM)-Verfahren vorgestellt, wie es weiter heißt. Mittels Resin Transfer Molding werden besonders leichte faserverstärkte Bauteile für höchste Sicherheitsanforderungen herstellbar. Dazu werden vorkonfektionierte Fasergewebe in ein Werkzeug eingelegt, dieses geschlossen und danach evakuiert. Durch die anschließend folgende Injektion von reaktivem Harz in die evakuierte Kavität wird jede Faser ohne Lufteinschluss benetzt. Da es sich um ein Bauteil im Sichtbereich des Fahrzeugs handelt, wird die Oberfläche später mit hochwertiger Carbonoptik überzogen.
Optisch hochwertige PUR-Oberflächen
Das sogenannte Clear Coat Molding-Verfahren (CCM), bei dem Holzbauteile mit transparentem Polyurethan beschichtet werden, um sehr gute optische Oberlfächeneigenschaften zu erzielen, wird auf der Messe ebenso präsentiert wie das Skinform-Verfahren zur Veredelung thermoplastischer Formteiloberflächen, die durch eine lederähnliche Haptik, ihr Aussehen und ihre hohe Kratzfestigkeit überzeugen sollen. Skinform ist ein Mehrkomponentenverfahren, bei dem ein zuerst hergestelltes thermoplastisches Trägerteil, in einem zweiten Schritt großflächig oder auch nur teilweise mit Polyurethan überflutet wird. Um speziell die Vorteile der SkinForm-Technologie noch weiter in den Markt zu tragen, hat KraussMaffei eine Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Guangzhou Echom Technology Co. Ltd. geschlossen, das unter anderem auch die chinesische Automobilindustrie beliefert. Am Hauptsitz des Unternehmens in Guangzhou wird gegenwärtig eine SkinForm-Anlage installiert, die nach der Messe für Versuche und Kleinserienproduktion zur Verfügung stehen wird. Hochwertige Bauteiloberflächen lassen sich mit dem speziellen, prozessübergreifenden Verfahren im Idealfall um 30 % günstiger herstellen als mit den üblichen Mehrstufenprozessen. Mit der Krauss-Maffei-Technik kann für fast jede konkrete Bauteilanforderungen das am besten geeignete Verfahren angeboten werden, unterstreicht Erich Fries. ■
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