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Kammerer Gewindetechnik

Kugelgewindetriebe mit angetriebener Umlaufmutter ermöglichen hohe Geschwindigkeit

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Der Kugelgewindespezialist Kammerer Gewindetechnik GmbH aus Hornberg im Schwarzwald hat Kugelgewindetriebe mit angetriebener Kugelumlaufmutter entwickelt. Dieses Antriebskonzept soll hohe Lineargeschwindigkeiten bei langem Nutzhub der Kugelgewindetriebe ermöglichen.

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Mit der angetriebenen Mutter lassen sich in Verbindung mit einer großen Steigung Geschwindigkeiten über 120 m/min erreichen. Unter idealen Voraussetzungen sind Drehzahlen bis 4000 min<sup id="ForP_DAB5D936-CFBB-A9CA-4894E008415ED441">–1</sup> möglich. Bild: Kammerer
Mit der angetriebenen Mutter lassen sich in Verbindung mit einer großen Steigung Geschwindigkeiten über 120 m/min erreichen. Unter idealen Voraussetzungen sind Drehzahlen bis 4000 min<sup id="ForP_DAB5D936-CFBB-A9CA-4894E008415ED441">–1</sup> möglich. Bild: Kammerer
( Archiv: Vogel Business Media )

Um Lineargeschwindigkeiten zu verbessern, empfiehlt Kammerer das angetriebene Mutterkonzept mit Hohlwellen-Motoren beziehungsweise einem Zahnriemen oder Zahnrad. Durch Lagerkonzepte wie Schräglager oder wie bei Kugelgewindetrieben von Kammerer durch eine Kombination von Axialzylinderrollenlagern und Nadellagern, die durch eine Präzisionsnutmutter verspannt sind, könne ein solches Antriebskonzept optimale Geschwindigkeiten bei langem Nutzhub ermöglichen.

Bei langen Wegen Taktzeiten positiv beeinflussen

Mit der angetriebenen Mutter lassen sich in Verbindung mit einer großen Steigung Geschwindigkeiten über 120 m/min erreichen. Unter idealen Voraussetzungen sind Drehzahlen bis 4000 min–1 möglich. Deshalb können bei langen Wegen die Taktzeiten positiv beeinflusst werden. Die höhere Kinematik ermögliche eine Steigerung der Produktivität. Das vorgespannte Spindelsystem bewirke auch eine höhere Gesamtsteifigkeit des Antriebsstrangs. Die biegekritische Drehzahl werde nicht begrenzt.

Eine Spindelkühlung sei bei stehender Spindel einfacher zu realisieren, das Muttergehäuse lasse sich ebenfalls kühlen. Beschleunigungen der Spindeln bis 30 m/s seien möglich. Das Antriebskonzept lasse sich als Einmassenschwinger modellieren und somit gut regeln. Bei großen zu bewegenden Massen habe dieses Antriebskonzept ein besseres dynamisches Verhalten.

Kammerer Gewindetechnik GmbH auf der Automatica 2010: Halle B1, Stand 518

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