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Spritzgießen

Langfaser-Direktverarbeitung über zweistufige Schnecke

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Zusammen mit dem Kunststoffzentrum SKZ, Würzburg, hat Arburg auf der Fakuma 2012 die Direktverarbeitung von Langfasern auf einer 4000-kN-Spritzgießmaschine demonstriert. Dazu wurde die Maschine mit einer zweistufigen Schnecke ausgerüstet.

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Das Langfaser-Direktspritzgießen ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit bis zu 50 mm langen Fasern.
Das Langfaser-Direktspritzgießen ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit bis zu 50 mm langen Fasern.
(Bild: Arburg)

In der ersten Stufe erfolgt das Aufschmelzen des Kunststoffgranulats, in der zweiten Stufe werden die Glasfasern zugeführt und in der Schmelze homogenisiert. Die automatische Faserzufuhr geschieht seitlich. Prozessunterstützung kam dabei vom Compounding-Spezialisten Coperion, Weingarten, der das Beschickungssystem konzipierte.

Die Glasfaserstränge werden oberhalb des Einfüllbereichs der Seitenbeschickung in Stücke mit definierter Länge (bis 100 mm) geschnitten. Die Schneidvorrichtung stammt vom Spezialisten für Composite-Verarbeitungstechnik Wolfangel, Ditzingen. Die Einstellung der Faserlänge wird über die Schneidmesser vorgenommen.

Spritzgießteile mit bis zu 50 mm langen Fasern

Die Langfaser-Direktverarbeitung ermöglicht laut dem Loßburger Maschinenhersteller, die Gefahr der Faserverkürzung beim Dosieren deutlich zu verringern. So könne im Langfaser-Direktspritzgießen Bauteile mit bis zu 50 mm langen Fasern hergestellt werden.

Zudem sind die Ausgangsstoffe Kunststoff und Glasfaserrovings kostengünstiger als Langfasergranulat. Geplant ist die Ausweitung des Langfaser-Direktspritzgießens auf andere Faserwerkstoffe wie Carbon und Naturwerkstoffe.

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