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Hilfe für E-Mobilitätsentwickler Laserlabore mit Roboter finden den richtigen Fügeprozess schneller

Redakteur: Peter Königsreuther

Das Turiner Unternehmen Comau bietet jetzt spezielle Laserlabore an, mit denen die Entwickler von Elektromotoren oder Batterien leichter die optimalen Fügemodalitäten für die spätere Produktion heraus finden können.

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Die E-Mobilität schreitet voran, und mit ihr die Entwicklung diverser Motoren und Batteriesysteme, sagt Comau. Um den Spezialisten auch die passende Verbindungstechnik an die Hand zu geben, stehen jetzt hochspezialisierte, roboterunterstützte Comau-Laserlabore für Motorentwickler und diverse Elektrifizierungsmaßnahmen bereit.
Die E-Mobilität schreitet voran, und mit ihr die Entwicklung diverser Motoren und Batteriesysteme, sagt Comau. Um den Spezialisten auch die passende Verbindungstechnik an die Hand zu geben, stehen jetzt hochspezialisierte, roboterunterstützte Comau-Laserlabore für Motorentwickler und diverse Elektrifizierungsmaßnahmen bereit.
(Bild: Comau)

Comau, heißt es genauer, hat hochspezialisierte Laserlabore geschaffen, um Unternehmen bei der Entwicklung, Implementierung und Optimierung von Laserprozessen bei der Konstruktion und Montage von Elektromotoren und Batterien zu unterstützen. Mit zwei Laboren in Grugliasco (Turin) – von denen das eine auf Batterien und das andere auf Elektromotoren spezialisiert sei – sowie mit zusätzlichen Laboren in Shanghai und Detroit habe das Unternehmen seine gesamte digitale Wertschöpfungskette verstärkt. Damit biete man nun ein breiteres Spektrum an Laserverfahren an, die etwa für den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt, sowie für die allgemeine Industrie und für die Energie-, Öl- und Gasbranche interessant sein dürften. Die betreffenden Unternehmen können laut Comau ihre Elektrifizierungsideen so schneller und effizienter in wettbewerbsfähige Serienprodukte implementieren.

Mit Roboter und patentierter Laser-Hybrid-Funktion

Diese spezialisierten Laserlabore, betont Comau, sind eigenen NJ-220-Robotern ausgestattet, die simultan und an diversen Anwendungen arbeiten können. Sie stützten sich dabei auf das innovative Laser Hybrid Technology-System (LHYTE), das Comau in Partnerschaft mit Prima Electro entwickelt hat. LHYTE eigne sich für unterschiedlichste Anwendungen, weil diese patentierte Idee, den automatischen Wechsel zwischen Faser- und Diodenlasern erlaube, weswegen optimale und hochpräzise Verbindungsprozesse erarbeitet werden könnten, wie sie bei der Montage einer Batterie oder eines Elektromotors unerlässlich seien.

LHYTE beherrscht nach Aussage von Comau außerdem den komplizierten Umgang mit unterschiedlichen Schmelztemperaturen von Werkstoffen wie Kupfer und Aluminium und sorgt dabei gleichzeitig für eine zuverlässige Nahtabdichtung mit einem niedrigen elektrischen Widerstandswert.

Jedes batterietechnische Leistungsniveau produktoptimiert machbar

„Wir können damit Batteriepacks jeder Art, für jedes gewünschte Leistungsniveau fertigen und die komplette elektrische Batterie montieren – vom Schweißen der einzelnen Zellen eines Moduls über das Stapeln der verschiedenen Module eines Batteriepacks bis hin zum Laserschweißen des gesamten Gehäuses“, betont Giovanni Di Stefano, Chief Technology Officer – Electrification bei Comau. Auch entwickele Comau im neuesten Labor eine ähnliche Lösung für das Laserschweißen von Hairpin-Motoren.

Comaus Laserlabore lassen sich dem jeweils erforderlichen Prozess und dem zu fertigenden Produkttyp entsprechend konfigurieren, ausstatten und anpassen, heißt es weiter. Abgesehen von der Anpassung verschiedener Anwendungen entwickle und optimiere Comau auf Wunsch auch jede Phase des Laserschweißprozesses – vom Prototypenbau bis zur Vorserienfertigung. Projekte werden von speziell dafür abgestellten Ingenieuren begleitet, die die jeweils optimale Schweißlösung entwickeln oder ermitteln, wobei die Dienstleistungen von Machbarkeitsstudien bis hin zur Prozessoptimierung reichen, sagt Di Stefano.

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