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Fügetechnik

Laserschweißen macht Wundheilung per Mikrowasserstrahl stark

| Redakteur: Peter Königsreuther

Lasermicronics schweißt funktionsentscheidende Kunststoffkomponenten für Wundheilungsgerät prozesssicher und hochwertig per Lpkf-System.

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Eine Lasermaschine von Lpkf, vergleichbar mit dieser Lpkf-Powerweld 6600, schweißt bei Lasermicronics das Herzstück eines medizintechnischen Mikrowasserstrahl-Geräts für die gewebeschonende Wundreinigung prozesssicher zusammen: den Ventilblock aus Kunststoffteilen.
Eine Lasermaschine von Lpkf, vergleichbar mit dieser Lpkf-Powerweld 6600, schweißt bei Lasermicronics das Herzstück eines medizintechnischen Mikrowasserstrahl-Geräts für die gewebeschonende Wundreinigung prozesssicher zusammen: den Ventilblock aus Kunststoffteilen.
(Bild: Lasermicronics)

Lasermicronics gilt als Spezialist für die Mikromaterialbearbeitung mit dem Laser, wofür die Ingenieure und Physiker, wie es heißt auf einen umfassend ausgestatteten Maschinenpark zurückgreifen können. Mit einem Laserschweißsystem von Lpkf gelingt den Experten die Montage eines hoch belastbaren Ventilblocks für das Wundreinigungsgerät „debritom+“ von Carag.

Hygienische, sichere und dichte Schweißnähte in POM-H

Damit die hohen Erwartungen von Ärzten und Patienten erfüllt werden können, ist auch die Herstellung des Geräts „debritom+“ sehr anspruchsvoll, betont Lasermicronics. Für die nötige Hygiene wird deshalb im Reinraum produziert. Die Bauelemente sind außerdem aus hochwertigen Kunststoffen – mit hoher Resistenz gegenüber Reinigungsmitteln – gefertigt.

Das Wichtigste, was das „debritom+“ können muss (Das Unternehmen medaxis aus der Schweiz ist der Vertreiber des Geräts), ist ausreichend Druck aufzubauen. Denn das Wasser erfährt im Gerät einen Druck von maximal 200 bar (der Prüfdruck liegt sogar bei 400 bar), betont Lasermicronics.

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Ein Schlüsselbauteil sei folglich der Ventilblock, der für die Druckerzeugung maßgeblich zuständig ist. Um die Festigkeit der Verbindung zweier Schlüsselkomponenten, die aus dem zäh-elastischen Thermoplast POM-H bestehen, gewährleisten zu können, setzt der Gerätehersteller auf das Kunststoffschweißen, das bei Lasermicronics stattfindet. Dabei garantiert die Laserexpertise der Ausführenden, dass sichere, hygienische und hermetisch dichte Verbindungen zwischen den Kunststoffbauteilen entstehen. (POM-H ist ein sogenanntes Homopolymer, dessen Makromoleküle aus gleichartigen Monomeren aufgebaut sind, im Gegensatz zu POM-C, einem Copolymerisat, dessen Kette aus unterschiedlichen Monomeren geknüpft ist. Homopolymere sind kristalliner und deshalb mechanisch robuster und chemisch resistenter).

Laserschweißen sichert die Geräteverfügbarkeit

Bei dem Ventilblock für das Wundreinigungsgerät handle sich genauer gesagt um ein mikrofluidisches Bauteil, dessen Kontur im Schweißprozess abgefahren werden müsse. Das eingesetzte Lpkf-Lasersystem ermittelt anhand relevanter Daten die exakten Schweißparameter und sorgt für präzise Schweißnähte, heißt es weiter. Die entstehenden Verbindungen erreichen nahezu die selbe Festigkeit wie das Grundmaterial POM-H, merken die Laserspezialisten an. Die Maschine ermöglicht darüber hinaus eine vollständige Prozesskontrolle sowie die Nachverfolgbarkeit der erreichten Resultate.

Das Fügen der bereits im Reinraum hergestellten Bauteile erfolgt bei Lasermicronics in einem Reinraum der Klasse 5. Schweißzeiten von nur wenigen Sekunden erlauben dabei hohe Taktzeiten. Die damit verbundene hohe Verfügbarkeit der Komponenten, versetzt den Hersteller in die Lage, relativ kurze Lieferzeiten für das „debritom+“ einhalten zu können.

Anderen Schweißverfahren in puncto Sauberkeit überlegen

Das Kunststoffschweißen mit dem Laser eignet sich außerdem auch für die Herstellung von Gehäusen mit Elektronik und Sensorik, für Kartuschen oder für andere mikrofluidische Kunststoffbauteile, so Lasermicronics. Eine Partikelbildung, wie sie beispielsweise durch die Folgen der minimalen Reibung beim Ultraschallschweißen entstehe, würde beim berührungslosen Kunststoffschweißen mittels Laser nicht auftreten. Außerdem benötigt das Verfahren keine chemischen Zusatzstoffe für das Fügen des Materials. Der Letztere ist ein besonders wichtiger Punkt für sensible Anwendungen sowohl in der Medizintechnik als auch im Nahrungsmittelbereich, so Lasermicronics. Denn in beiden Fällen müssten auch geringste Kontaminationen unbedingt vermieden werden.

Das spricht für die Wundheilung per Mikrowasserstrahl

Zum Hintergrund ist zu sagen, dass insbesondere chronische Wunden sich per Mikrowasserstrahl besonders schmerzarm behandeln lassen sollen. Ein stark gebündelter Wasserstrahl trägt dabei die zäh haftenden Wundbeläge ab, entfernt Fremdkörper aus akuten Wunden oder spült kontaminierte Wunden effizient aus, heißt es. Dabei komme es zu einer willkommenen Mikroblutung, welche die Wundheilungskräfte wieder anrege. Durch diese Behandlung reduziert sich die Heilungsdauer deutlich. Das gesunde Gewebe wird außerdem geschont, so die Experten. Darüber hinaus sei es eine schnelle Behandlung und damit eine Erleichterung sowohl für Patienten als auch für Ärzte und Pflegepersonal.

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