Eaton Lean Connectivity revolutioniert das Kartoffelsortieren

Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Im Rahmen eines Neubauprojekts für eine automatisierte Kartoffelsortieranlage wurde Eatons Smartwire-DT-Technik genutzt. Die grüne Leitung versorgt die Teilnehmer mit Strom und sorgt auch für die Datenkommunikation. Das Schalten und Schützen der Antriebe erfolgt über damit vernetzte Motorstarterkombinationen.

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Bild 1: Lasersensoren steuern die Förderbänder und sorgen für eine gleichmäßige Transportmenge.
Bild 1: Lasersensoren steuern die Förderbänder und sorgen für eine gleichmäßige Transportmenge.
(Bild: Eaton)

Das Geschäft mit Feldfrüchten ist saisonal. In der Hochsaison gilt es, extrem große Mengen in kurzer Zeit zu verarbeiten. So wurde die neue Sortieranlage für die Aufbereitung von 120 t Kartoffeln pro Stunde ausgelegt.

Verschiedene Arbeitsgänge sind im Verarbeitungsprozess abzudecken

Der Verarbeitungsprozess beginnt damit, dass der Landwirt seine Kartoffeln in der Annahmestation anliefert. Die in einen Trichter geschüttete Ernte landet auf Transportbändern, die zunächst zum Stein-und-Kluten-Trenner führen, der unerwünschte Bestandteile eliminiert. Kartoffeln in Über- und Untergrößen werden in der anschließenden Vorsortierung herausgefiltert und dem Futterbunker zugeführt.

Nachdem die restlichen Kartoffeln von der Erde getrennt worden sind, gelangen sie zur Sortiermaschine, welche die Kartoffeln mithilfe von Rüttelgittern je nach Größe in sieben Kategorien aufteilt. Es folgt eine manuelle Überprüfung, um auch schlechte oder grüne Feldfrüchte auszusondern.

Der nächste Arbeitsgang beinhaltet Waschen, Trocknen und Polieren, bevor die Ware zu verschiedenen Bunkern transportiert wird, die jeweils 40 t fassen. Je nach gewünschtem Transport erfolgt von dort entweder das Wiegen und Absacken in Netze oder die Kartoffeln werden als lose Ware direkt auf den Lkw verladen.

Hohe Komplexität und Spielraum für Innovation ist vorhanden

Die Schaltanlagen Gormanns GmbH, die ursprünglich in der Branche der Frisch- und Abwassertechnik tätig war, hat sich in den vergangenen Jahren auch in der Agrarwirtschaft sowohl für Neubau- als auch Umbauprojekte einen Namen gemacht. „Als das agrarwirtschaftliche Unternehmen auf uns zukam, um unsere Unterstützung für dieses neue Projekt anzufragen, haben uns sowohl die Kapazität der Anlage als auch die komplexen Anforderungen bezüglich des geforderten Automatisierungsgrades gereizt“, erinnert sich Sebastian Gormanns, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. „Unser Auftrag bestand darin, die Anlage erfolgreich und termingerecht zum Laufen zu bringen, und die Bedienung sollte für jedermann leicht zu verstehen sein. Ansonsten hatten wir freie Hand.“

Das war genau nach dem Geschmack des 30-jährigen innovationsfreudigen Unternehmers. Er hatte kurz zuvor schon eine ähnliche, allerdings etwas kleinere Sortieranlage von der Planung bis zur Inbetriebnahme betreut. Dort kamen 190 Antriebe zum Einsatz. Nun beim aktuellen Projekt sind es 250 Antriebe, die für Förderbänder, Pumpen, Lüfter und Maschinen benötigt werden. Basierend auf seinen Erfahrungen schätzte er, dass gut 32 km Kabel für die gesamte Anlage zu verlegen sein würden, wobei noch mindestens 1 km Kabel für die konventionelle Querverdrahtung innerhalb der Schaltschränke hinzukommen würde.

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