Schlanke Fertigung Lean Production erfordert ganzheitlichen Ansatz bei Produkt und Prozess

Autor / Redakteur: Michael Jung / Claudia Otto

Immer mehr Unternehmen optimieren ihre Produktion nach den Lean-Prinzipien. Bei der Grohe AG hat sich eine Kombination aus Portfoliobereinigung und Prozessoptimierung bewährt. Wesentliche Faktoren für die erfolgreiche Lean-Umsetzung waren eine intensive Einbindung der Mitarbeiter sowie die schrittweise Umsetzung von einem Lean-Piloten bis zum werksweiten Rollout.

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Lean-Produktion ist bei Großunternehmen und zunehmend auch im Mittelstand auf dem Vormarsch. Die Gründe sind höhere Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen, kürzere Durchlaufzeiten, niedrigere Umlaufbestände und eine verringerte Fertigungsfläche.

Einführung von Lean-Prizipien dauert

Dennoch ist die Einführung von Lean-Prinzipien in einer bisher klassisch ausgerichteten Fertigung immer ein langfristiger und aufwändiger Prozess, der für alle Beteiligten eine Herausforderung darstellt. Wichtig sind dabei die intensive Vorbereitung sowie das Schaffen der erforderlichen Voraussetzungen, wie nachfolgendes Beispiel zeigt.

Die Grohe AG konzentriert sich in ihrem Werk in Hemer nach einer Neuausrichtung auf eine international wettbewerbsfähige, vollstufige Herstellung verkaufsfertiger, komplexer Armaturen auf Basis eigengegossener Messingkörper. Zudem versteht sich das Werk als Kompetenzzentrum für metallbasierte Produkte und stellt Grundkörper im Werksverbund bereit. Derzeit sind rund 650 Mitarbeiter in Hemer beschäftigt.

Kritische Analyse der Produktion am Anfang der Lean-Einführung

Der Ausgangspunkt zur Einführung des neuen Produktionssystems mit Unterstützung der ROI Management Consulting AG war eine kritische Analyse des Produktportfolios des Werkes sowie der Beziehungen zu anderen Unternehmenswerken. Dabei wurden – vor Optimierung der Prozesse – kritisch die Fragen diskutiert „ob überhaupt“ und „wenn, dann wo?“. Erst danach wurde über das „Wie“ in der Produktion nachgedacht.

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