Managementsysteme

Lean- und Green-Verschwendung kombiniert minimieren

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Bei der Energiewertstrom-Methode geht es darum, den Energieverbrauch aus Prozesssicht zu verstehen. Grundlage dazu ist der Produktionswertstrom für die Hauptprodukte, der mit Lean-Management-Methoden erstellt wird. Dieser wird um das Thema Energie mit den Untergruppen Strom, Druckluft und Gas/Öl pro Prozessschritt erweitert. Damit wird beispielsweise ersichtlich, wie viel Strom jeder einzelne Produktionsprozess eines Produkts pro Stück verbraucht (und umgerechnet auch CO2 freigesetzt wird). Summiert ist damit auch eine Aussage möglich, wie viel Energie pro Produkt und Stück aufgewendet wurde. Diese hohe Transparenz macht klar, welche Prozesse die größten Verbraucher sind.

Verschwendungen und deren Ursachen erkennen und wirksam ausmerzen

Der nächste Schritt hat das Ziel, die Verschwendungen und deren wirkliche Ursachen zu erkennen. Dies ist Ausgangspunkt für die Erarbeitung von wirksamen Lösungen. Dabei sind in hohem Maße Prozessverständnis, Lean-Management-Expertise und Fachwissen für technische Lösungen zur Ressourceneffizienz entscheidend.

Typische Fragestellungen dabei sind: „Ist es besser, durch Rüstzeitoptimierung von drei auf zwei Anlagen zu gehen oder die vorhandenen Anlagen energieeffizient technisch aufzurüsten? Wie ändert sich die Produktionsplanung, wenn Energie als ein weiteres Kriterium einbezogen wird? Welchen Einfluss haben der Maschinenbediener und die Instandhaltung auf den Ressourcenverbrauch der Produktionsanlagen?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Maßnahmen mit den höchsten Energieeinsparpotenzialen oft allgemeine Prozessverbesserungen sind. Diese haben als Zusatzeffekt neben beispielsweise einer Durchlaufzeitreduzierung eine hohe Energieeinsparung zur Folge. Die Methode des Energiewertstroms lässt sich übrigens problemlos auch auf die Verbräuche in Form von Wasser, Abwasser, Abfall oder Emissionen erweitern und so zu einem Umweltwertstrom ausbauen.

Nicht alle Maßnahmen müssen Geld kosten

Die Möglichkeiten von Maßnahmen ohne Investitionen werden meist unterschätzt. Dies beinhaltet auch Verhaltensänderungen, zum Beispiel bei Pausen- oder Wochenendabschaltungen oder dem bewussten Umgang mit Druckluft. Weiterhin haben die Mitarbeiter als Prozessexperten gute Ideen, wie in ihrem Prozess der Ressourcenverbrauch reduziert werden kann. Sie müssen allerdings sensibilisiert und informiert werden. Der Energiewertstrom ist dazu ideal, weil er die Energieverschwendungen je Anlage transparent macht.

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