Managementsysteme

Lean- und Green-Verschwendung kombiniert minimieren

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Ähnlich wie beim Lean-Ansatz spielen die Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Sie sind es, die Verhaltensänderungen vorleben und Vorschläge zur Reduzierung von Ressourcenverschwendung unterstützen müssen. Ein ganzheitlicher Ansatz funktioniert nur mit gemischten Teams. Bewährt hat sich eine externe Führung aus Lean-Management-Experten und Umwelt- und Energieexperten. Firmenintern werden das Management, Fachleute aus Produktion, Logistik, Energie-/Umweltmanagement, Facility Management, Instandhaltung und Produktionsplanung benötigt.

Vorgehen nach Reifegrad und Projektumfang individuell angepasst

Je nach Projektumfang werden diese nur stunden- oder tageweise eingebunden. Dabei geht es auch um das gegenseitige Verständnis. Wenn Energieeffizienz beispielsweise nur Aufgabe des Energiemanagements ist, dann können die maximal möglichen Einsparungen nicht realisiert werden. Das gemeinsame Engagement entscheidet, ob ein Unternehmen ein Spitzenniveau erreichen kann oder ob nur teure, technische Einzellösungen bleiben.

Je nach Reifegrad und Projektumfang ist das Vorgehen individuell angepasst. Für Unternehmen, die einen eher geringen Lean- und Green-Reifegrad aufweisen (siehe Abbildung, Sektor A), hat sich das einwöchige Lean & Green Assessment bewährt. Das Ziel sind schnelle und pragmatische Einsparungen, die sofort umgesetzt werden können, sowie eine erste Sensibilisierung der Mitarbeiter und des Managements.

Lean & Green geht über Normforderungen hinaus

Sollte sich das Unternehmen schon entweder im Bereich Lean oder Green stark entwickelt haben (siehe Abbildung, Sektor B oder C), ist ein detaillierter (Energie-)Wertstrom sinnvoll. Je nach Reifegrad liegt der Schwerpunkt eher auf Ressourceneinsparung oder auf der allgemeinen Optimierung des Prozesses. Je nach Bereichsgröße und Komplexität liegt der Umfang bei ein bis vier Wochen. Meist sind dabei Messungen der Ressourcenverbräuche nötig. Die Ausarbeitung der Maßnahmen erfolgt dabei in Mini-Kaizen-Workshops. Das Ziel sind sowohl kurz- als auch mittelfristige Maßnahmen, verbunden mit einer hohen Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte.

Sollte ein Unternehmen einen hohen Reifegrad sowohl bei Lean als auch bei Green aufweisen (siehe Abbildung, Sektor D), sind die Ziele meist sehr individuell abzustimmen. Diese können zum Beispiel eine stärkere Integration der Ressourcenthemen in die existierenden Verbesserungskreisläufe, einen detaillierteren Energiewertstrom, eine stärkere Integration der Lieferanten bezüglich Ressourceneffizienz oder eine Weiterentwicklung der Methoden sein.

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