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Spannmittel

Leistungsdichte Spannmittel reduzieren Rüstzeit und Störkontur

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Im Vergleich zu stationären Anwendungen kommt es bei Drehmaschinen auf eine zentriergenaue Wechselwiederholgenauigkeit und Drehzahlfestigkeit an. Vor allem der Einfluss der Fliehkräfte muss für eine sichere Spannung berücksichtigt werden.

Die Auslegung der Spannstationen erfolgt analog zu den Spannmitteln und Werkstücken – optimal abgestimmt auf die Maschine. So ist auch unter Drehzahl eine sichere und stabile Spannung gewährleistet. Das Nullpunktspannsystem für Drehanwendungen wird künftig für Tischgrößen ab etwa 400 mm lieferbar sein.

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Spannsystem soll Nebenzeiten minimieren und Hauptzeiten verkürzen

Die Überlegungen gehen sogar noch weiter: Angesichts des Trends zu kleinen Losgrößen und der Forderung nach immer größerer Flexibilität in der Fertigung geht Schunk davon aus, dass speziell bei Horizontal-Drehmaschinen immer häufiger komplette Spannmittel, sprich Drehfutter, gewechselt werden. Der reine Backenwechsel bietet nämlich nicht immer die besten Voraussetzungen für eine optimale und sichere Werkstückspannung.

Bisher ist ein solcher Futterwechsel extrem aufwendig, weil konventionelle Gewindeadapter schnell verschmutzen und nur schwer zu lösen sind. In Einzelfällen kann ein einziger Futterwechsel mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Futterschnellwechselsystem ermöglicht Drehfutter-Austausch in wenigen Minuten

Ein patentiertes Futterschnellwechselsystem soll diesen Missstand künftig beseitigen. Rota SWS arbeitet ohne Schrauben und ermöglicht einen prozesssicheren Wechsel kompletter Drehfutter innerhalb weniger Minuten. Statt über einen Gewindeadapter wird das Drehfutter über eine spezielle Spannzange mit dem Zugrohr verbunden. Anstelle von Befestigungsschrauben ist eine Nullpunktkinematik für die Verbindung zur Spindel verbaut.

Mit nur einer Drehbewegung kann das gesamte Futter gewechselt werden. Die Durchgangsbohrung im Zugrohr wird dabei nicht eingeschränkt. Im ersten Schritt wird Schunk das Schnellwechselsystem ab Herbst für die Spindelgröße A6 mit einer Durchgangsbohrung von 65 mm anbieten, weitere Größen werden folgen.

Während Rota SWS den Rotstift bei den Nebenzeiten ansetzt, zielt die Neuauflage des Handspannfutters Rota-S plus (Bild 5) auf die Hauptzeiten. In der Version 2.0, die erstmals auf der EMO vorgestellt werden wird, ermöglicht das Handspannfutter mit Backenschnellwechsel eine größere Flexibilität bei der Einzelteilfertigung. Mehr zur Messe EMO 2011 in Hannover

* Markus Michelberger ist Vertriebsleiter Spanntechnik der H.-D. Schunk GmbH & Co. Spanntechnik KG in 88512 Mengen

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