Magnetfelder im Einsatz Magnetfelder erwärmen Metallteile absolut gleichmäßig

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit niederfrequenten Magnetfeldern gelingt das sogenannte Umiform Magentic Heating (UMH) von metallischen Werkstoffen rasch und einheitlich – das hat Vorteile. Pro-beam bietet die Anlagentechnik dazu.

Firmen zum Thema

Dieses System von Pro-beam erwärmt mithife von Magnetfeldern metallische Werkstücke – und zwar besonders gleichmäßig! Das unterstützt viele Bearbeitungsprozesse, die man noch vor hat.
Dieses System von Pro-beam erwärmt mithife von Magnetfeldern metallische Werkstücke – und zwar besonders gleichmäßig! Das unterstützt viele Bearbeitungsprozesse, die man noch vor hat.
(Bild: I. Escherich / Pro-beam)

Wenn man Metallteile erwärmt, dann können sie in diesem Zustand leichter bearbeitet werden, sagt Pro-beam, mit Blick auf die spezielle UMH-Technik. Gleichmäßig warme Werkstücke unterstützen zum Beispiel das Elektronenstrahlschweißen (eine Technik, für die Pro-beam ebenfalls Systeme anbietet, seine sogenannten E-Beam-Anlagen), das Laserschweißen oder diverse Vorhaben bezüglich der Oberflächenveredelung, heißt es weiter.

Leicht in die Fertigung zu integrieren

Seine kleinste UMH-Anlage mit Namen S-Line (Bild) leistet 30 kW. Diese hat das Unternehmen vor kurzem optimiert. Unter anderem ist sie jetzt kompakter und bietet ab sofort einen modularen Aufbau mit optionalen Erweiterungen. Dabei ist nun auch die Erwärmung von Werkstücken parallel zur Be- und Entladung möglich, betont der Hersteller. Will man jetzt drei unterschiedliche Werkstück-Innendurchmessern behandeln, so entfällt im Übrigen der Werkzeugwechsel. Durch diese Anpassungen des UMH-Systems winken dem Anwender nun kürzere Nebenzeiten. Was das Vorteilsspektrum ergänzt ist, dass wegen des hohen Wirkungsgrads weniger Energie benötigt wird, als bisher. Kosten spare außerdem der optimierte Materialeinsatz. Folgende Anwendungen sind machbar:

  • Vor- und Aufwärmen von Werkstücken generell;
  • Beseitigen von Eigenspannungen;
  • Vorbereitung für Aufschrumpfprozesse;
  • Entmagnetisieren von Bauteilen;
  • Vorwärmen für Umformprozesse.

Speziell die S-Line kann Werkstücke bis zu einer Maximalhöhe von 99 mm und einem Höchstdurchmesser von 200 mm aufnehmen. Das Werkstückgewicht sollte 4 kg nicht überschreiten.

Erwärmt man Werkstücke mittels UMH-Technik, braucht man ein Überhitzen an empfindlichen Stellen nicht zu befürchten, denn sie vermeidet einen Wärmegradient und damit auch innere Spannungen im Bauteil – Risse gibt es folglich nicht. Die Systeme erlauben außerdem geringe Taktzeiten. Und wegen der Möglichkeit zur Erwärmung während des Be- und Endladens ließe sich ein UMH-System nahtlos in bestehende Fertigungslinien integrieren. Der autarke Betrieb in Sachen Werkstückerwärmung ist natürlich auch möglich. Außer der optimierte S-Line gibt es noch die größeren Vertreter M-Line (Werkstückhöhe maximal 350 mm und Durchmesser 350 mm sowie Maximalgewicht 30 kg) und die L-Line (Werkstückhöhe 550 mm, -durchmesser 550 mm und -gewicht bis 50 kg).

(ID:47304671)