Marktübersicht Fräsmaschinen

Redakteur: Güney Dr.S.

Unter Fräsmaschinen mit Verfahrwegen in der X-Achse über 2000 mm bietet die klassische Bettfräsmaschine mit verfahrbarem Maschinentisch in der Regel Verfahrlängen bis etwa 4000 mm. Darüber hinaus...

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Unter Fräsmaschinen mit Verfahrwegen in der X-Achse über 2000 mm bietet die klassische Bettfräsmaschine mit verfahrbarem Maschinentisch in der Regel Verfahrlängen bis etwa 4000 mm. Darüber hinaus sind Fräsmaschinen mit einem festen Tisch und Fahrständer oder verfahrbarem Portal/Gantry ausgerüstet.Die klassische Universalfräsmaschine hat in der produzierenden Industrie bei der Bearbeitung kubischer Bauteile mittlerweile eine eher untergeordnete Bedeutung. Deren Aufgabe übernehmen heute Bearbeitungszentren und Produktionszellen, die mit vollautomatischen Werkzeug- und Werkstückwechslern hoch produktive Zerspanungsarbeit leisten. Anders sieht die Situation jedoch bei der Bearbeitung großdimensionierter Bauteile aus. Kleine Losgrößen und lange Bearbeitungszeiten auf der Maschine erfordern eine andere Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Dabei steht im Allgemeinen die Flexibilität der Maschinen im Vordergrund. Wie vielfältig das Angebot derartiger Maschinen ist, zeigt ein Auszug der Marktübersicht, die komplett auf der MM-Homepage (www.maschinenmarkt.de/aktuelle ausgabe) aufgerufen werden kann.Hohe Dynamik durch oben fahrendes GantryIn der Diskussion um höhere Produktivität der kleinen Maschine richtet sich der Fokus noch immer überwiegend auf die multifunktionalen Produktionszellen. Ob Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen die klassische Trennung der Fertigungsverfahren scheint bei diesen Werkzeugmaschinen aufgehoben. Doch was im kleinen Arbeitsraum der typischen Kubikmeter-Maschinen gilt, stößt bei großen Fräsmaschinen mit Verfahrwegen von mehr als zwei Metern in einer Achse an seine Grenzen. Die viel zitierte Kranhakenmaschine wird zur Seltenheit, statt dessen werden häufig Maschinenfundamente notwendig, um die gewünschte hohe Genauigkeit im gesamten Arbeitsraum zu gewährleisten. Die klassische Bettfräsmaschine mit verfahrbarem Maschinentisch ist in der Regel nur bis etwa 4000 mm Verfahrlänge vorzufinden. Dieser Maschinentyp bietet eine stabile Grundstruktur zu einem günstigen Preis, allerdings bleibt das maximale Werkstückgewicht begrenzt. Solche Fräsmaschinen eignen sich für die Schwerzerspanung, weil das stehende Portal quasi beliebig steif ausgeführtwerden kann, ohne die zu beschleunigende Masse zu verändern. Ab einem Verfahrweg über 4000 mm sind die Fräsmaschinen mit fes-tem Maschinentisch ausgerüstet. Die Frage, ob dabei das Fahrständer- oder das Gantry-/Portalprinzip wirtschaftlicher ist, hängt im Wesentlichen von den Werkstückdimensionen und den jeweiligen Bearbeitungsaufgaben ab. Das Fahrständerprinzip bietet zwar eine große Arbeitslänge in X-Richtung, allerdings sind die Y-Verfahrwege durch den Ständer und die Z-Verfahrwege durch die Auskraglänge der überwiegend horizontalen Spindel begrenzt. Für groß dimensionierte Werkstücke, die vorwiegend in einer Ebene bearbeitet werden, ist dieses Prinzip ebenso wirtschaftlich wie beim Bearbeiten von Werkzeugen, Gesenken und Formen.Den größten nutzbaren Arbeitsraum in drei Achsen bieten die Portalfräsmaschinen. Zum einen mit fahrendem Portal und zum anderen mit oben fahrendem Gantry. Portalfräsmaschinen mit oben fahrendem Gantry zeichnen sich durch hohe Dynamik aus. Die Investitionen in Portalfräsmaschinen liegen allerdings deutlich über denen für Fahrständermodelle.Bei allen Fräsmaschinen gehört ein automatischer Werkzeugwechsler ebenso zur Grundausstattung wie Fräsköpfe mit zusätzlicher vierter und fünfter Achse. Um hauptzeitparalleles Rüsten zu gewährleisten, können die meisten Maschinen für die sogenannte Parallel- oder Pendelbearbeitung in zwei getrennte Arbeitsbereiche geteilt werden. Als einziger Hersteller hat Deckel Maho Seebach seine Fräsmaschinen standardmäßig mit Linearmotoren ausgerüstet.Lange Zubehörlisten lassen kaum Wünsche offenBei den Portalfräsmaschinen werden zum Teil auch Werkstückträger eingesetzt, die je nach Bedarf in den Arbeitsraum gefahren und dort fixiert werden. Der überwiegende Teil der Maschinen ist jedoch mit einem universellen Maschinentisch mit T-Nutenprofil ausgerüstet. Das ermöglicht je nach Anwendungsfall das direkte Aufspannen von Werkstücken sowie eine einfache Erweiterung mit konventionellen Dreh- oder Schwenktischen. So verwundert es auch nicht, dass die Zubehörlisten der Hersteller in diesem Segment lang sind und die meisten Preisauskünfte nur auf Anfrage erteilt werden.